Glaube, Wissenschaft & Identität
Ein Gespräch mit Kai Schlepckow.
Darum geht's
In dieser Folge ist Kai Schlepckow zu Gast und erzählt von seinem Lebensweg zwischen Glaube, Wissenschaft und persönlicher Verantwortung. Er spricht über sein Aufwachsen in einem christlichen Elternhaus, über prägende Entscheidungen in jungen Jahren und darüber, wie seine Beziehung zu Jesus mit der Zeit tiefer und persönlicher geworden ist. Es geht um Selbstwert und Identität, um den Umgang mit Druck und Erwartungen, um Demut und innere Klarheit. Auch Trauer, schwierige Lebensphasen und die Frage, wie Glaube trägt, wenn Antworten fehlen, kommen zur Sprache. Diese Folge ist für alle, die ihren Glauben bewusst, ehrlich und reflektiert im Alltag leben wollen.
Das Wichtigste in Kürze
- Dein Wert kommt nicht aus Titeln, Leistung oder Anerkennung, sondern aus deiner Beziehung zu Jesus.
- Eine Beziehung zu Jesus darf mit der Zeit tiefer und persönlicher werden, gerade wenn man im Glauben aufgewachsen ist.
- Glaube und Wissenschaft schließen sich nicht aus, sondern können Teil desselben ehrlichen Lebenswegs sein.
- Gerade in Trauer und schwierigen Phasen kann Glaube tragen, auch wenn Antworten fehlen.
- Demut und innere Klarheit helfen beim Umgang mit Druck und Erwartungen.
·Kapitel
- 0:00Intro & Vorstellung
- 48:48Forschung und Verantwortung
- 1:00:12Selbstwert und Glaube
- 1:16:35Kinder und Glauben
- 1:18:14Schönheitsideale und Herausforderungen
- 1:19:56Navigieren in der Gesellschaft
- 1:21:47Christliche Schulbildung
- 1:22:50Glaubensreise und persönliche Begegnungen
- 1:25:56Emotionale Erfahrungen mit Jesus
- 1:30:12Trauer und persönliche Offenbarung
- 1:32:50Umgang mit schwierigen Phasen
- 1:42:16Vergebungsbereitschaft im Glauben
- 1:55:29Essenzielle Elemente des Glaubens
- 1:57:29Berufliche Veränderungen und Verantwortung
- 2:27:58Ausblick auf die Zukunft
·Transkript
Kai Das war für mich eigentlich so dieses, wenn ich was mit Jesus persönlich wirklich
Kai erlebt habe, wirklich in diesen ersten Jahren, war es so dieses,
Kai meine Güte, dieser Gott, der will mit mir Beziehung haben. Der will wirklich
Kai mit mir Beziehung haben, der will mit mir reden.
Kai Ja, das war für mich, das hat mich völlig geflasht.
Benny Selbstwert bedeutet für mich, zu erkennen, was Jesus für mich getan hat,
Benny wäre ich in den Augen des Schöpfer des Universums.
Benny Hi und herzlich willkommen, Kai. Danke dir, dass du dir Zeit genommen hast.
Kai Sehr gerne.
Benny Ja, voll witzig. Ich habe dich heute, ich habe mal ein bisschen recherchiert
Benny in der Vorbereitung so und ich habe herausgehoben, was du in PhD hast.
Benny Das fand ich ja voll spannend.
Benny Ich habe immer so eine, wie kann man sagen,
Benny besondere Haltung zu Leuten mit Titeln, so Doktor und PhD und sowas,
Benny weil meine Erfahrung ist, viele lassen es im Ultra raushängen.
Benny Und für die, und dann ist das voll das volle Statussymbol und so,
Benny weißt du, und ich kenne dich jetzt schon so lange,
Benny und keiner hat sich das mal gehört, dass du eigentlich gemerkt,
Benny dass du einen Doktortitel hast und dass du einen PhD halt hast und es war nicht
Benny voll merkenswert, wie demütig du damit umgehst, dass du quasi in der Gemeinde das noch nie irgendwie,
Benny Quasi so groß rum erzählt hast und so. Und das fand ich voll bemerkenswert,
Benny dass du quasi da einfach quasi das so einfach raushältst.
Benny Wie ist es so für dich, wenn du quasi, du hast deine Arbeitswelt und du hast
Benny so deine Gemeindeleben und so.
Benny Und da hast du dann so, hast du da ja so voll den, wie nennt man das,
Benny akademischen Status quasi, sag ich mal.
Benny Und PhD ist ja schon ein bisschen mehr als ein Doktor, oder?
Kai Nee, ist eigentlich genau das Gleiche. Also PhD ist eigentlich so das Äquivalent
Kai im angelsächsischen Raum für den deutschen Doktor.
Kai Ich habe auch de facto einen Doktor gemacht in Deutschland und jetzt,
Kai also streng genommen keinen PhD, sondern einen Doktor, aber es ist eigentlich vergleichbar.
Benny Okay, weil online stand quasi PhD bei dir.
Kai Ja, es kommt darauf an, wo man wahrscheinlich nachschaut.
Benny Okay, dann steht da Dr. Kai Schlepko und dann steht da drauf irgendwie noch PhD oder sowas.
Kai Genau, streng genommen habe ich keinen PhD, sondern einen Doktorteteln in Naturwissenschaften.
Benny Das fand ich voll interessant, weil ja PhD heißt ja einfach nur Doktor Philosophy.
Kai Eigentlich ursprünglich.
Benny Was ja ganz interessant ist und genau, meine Frage war so, um einzusteigen,
Benny wie ist es so für dich, wenn du das so,
Benny ich hab mir so, ist jemand, der hat so ein PhD oder Doktor halt und voll so
Benny akademisch voll unterwegs, voll lange und dann auch so ein gemeines Leben und trennt es voll so?
Benny Ist es für dich so eine bewusste Trennung, dass du sagst, hey,
Benny ich hab da Ich will da einfach nicht quasi, das gibt mir nichts oder eigentlich
Benny will ich schon eigentlich, dass Leute so sind. Wie ist das so für dich?
Kai Also ich habe es für mich selber selten als etwas erlebt, was irgendwie jetzt
Kai widersprüchlich wäre oder sich irgendwie gegenseitig ausschließen würde. Ähm...
Kai Ich muss sagen, dass beides, und das kommt mir vielleicht, weiß ich nicht,
Kai zugute, das kommt mir jetzt eigentlich erst gerade in den Sinn,
Kai ich bin eigentlich mit beiden Welten sehr früh in Berührung gekommen.
Kai Also sowohl mit der akademischen Welt, als auch mit der, sag ich jetzt mal, christlichen Welt.
Kai Einfach weil ich komme, wenn man so will, aus einem Akademikerhaushalt.
Kai Mein Vater ist Arzt, meine Mutter ist studierte Juristin, wobei sie nie in diesem Job gearbeitet hat.
Kai Sie hat ihr zweites Staatsexamen geschrieben, als sie mit mir im siebten Monat schwanger war.
Kai Und danach gab es erstmal nur Kinder, sozusagen.
Kai Bis sie dann in den Beruf eingestiegen ist, allerdings nicht als Juristin.
Kai Aber das nur so als Randnotiz.
Kai Also insofern Akademikerhaushalt, sage ich mal, auch die zumindest teilweise
Kai die Geschwister meiner Eltern und auch teilweise Großeltern schon Ärzte gewesen.
Kai Also das war, Akademiker zu sein, war nichts Besonderes. Ein Doktortitel zu
Kai haben, war fast auch schon normal.
Kai Also bin ich einfach aufgewachsen. Aber ich bin auch gleichzeitig in einem christlichen
Kai Setting einfach aufgewachsen, weil meine Eltern haben sich bekehrt,
Kai als sie, glaube ich, 18 und 19 waren.
Kai Das war vor, bevor ich eben auf der Welt war. Und insofern bin ich in einem
Kai christlichen Elternhaus groß geworden und nicht unbedingt so klassisch mit Gemeinde.
Kai Meine Eltern sind in einer christlichen Arbeitsgemeinschaft,
Kai kann man sagen, die so überregional aktiv ist, am Marburger Kreis,
Kai zum Glauben gekommen. und auch da bin ich, habe ich auch meine ersten Glaubensschritte unternommen.
Kai Das war jetzt keine so klassische Gemeinde, nicht so ein klassisches Gemeindesetting,
Kai aber ich bin einfach, sage ich mal, ja, in einem christlichen Elternhaus groß geworden.
Kai Insofern hat sich für mich beides gar nicht ausgeschlossen.
Kai Aber ich muss schon sagen, mh,
Kai Dass der Glaube für mich trotzdem lange eher eine Randnotiz war.
Kai Also ich habe Jesus mein Leben gegeben, als ich acht oder neun war.
Kai Ich erinnere mich auch heute noch an das Gebet mit meiner Mutter zusammen.
Kai Aber trotzdem ist es für mich eher so, ja, ich wende mich an Jesus,
Kai wenn es mir nicht so gut geht und wenn ich echt Hilfe brauche.
Kai Und ansonsten ist es eigentlich eine Randnotiz.
Kai Und war auch eher durch Freunde und so in einem sehr weltlichen Umfeld,
Kai muss ich ehrlicherweise sagen.
Kai Genau, also ich bin erst so mit Anfang 20, als ich dann ernsthaft wirklich gesagt
Kai habe, okay, ich will mit Jesus gehen, erst dann hat sich für mich wirklich geistlich
Kai gesehen eine komplett neue Welt geöffnet, die ich so vorher nicht kannte,
Kai obwohl ich in einem christlichen Elternhaus groß geworden bin.
Kai Also ich bin, würde ich mal sagen, in beiden Welten parallel groß geworden.
Kai Vielleicht hat mir das geholfen, dass das für mich eigentlich nie sich gebissen hat.
Benny Das heißt aber, vor euch war das so, das Akademische war einfach nur eine Art,
Benny Vocation, einfach eine Art Arbeit, aber es war nicht so,
Benny dass man sagt, hey, das gibt uns jetzt einen Elite-Status und wir,
Benny egal wo wir hingehen, weil ich gebe dir ein Beispiel, es gibt voll viele,
Benny in Deutschland ist es eher weniger verbreitet, man merkt es mehr so im internationalen
Benny Kontext, dass wenn immer Prediger vorgestellt werden, dann heißt es immer Doktor sowieso oder,
Benny Bischof sowieso, weißt du, so höher die Titel und so wichtiger ist es, dass es gesagt wird.
Benny Und genau, und das ist ja bei dir halt gar nicht, und du predigst aber ja schon echt lange.
Benny Also ich meine, ich habe deine erste Predigt, die ich jetzt gefunden habe,
Benny von uns in der Gemeinde, war 2017 im Februar.
Benny Genau, im internationalen Frühgebet quasi, als du übersetzt wurdest von einer
Benny Schwester, die jetzt bei uns nicht mehr in der Gemeinde ist.
Benny Genau, und ja, deswegen finde ich es halt so bemerkenswert, deswegen interessiert
Benny mich so, wie deine euer Weib so in der Familie war.
Benny Das war dann eher nicht so, nehme ich an, dass man sagt, hey,
Benny Das ist voll wichtig.
Kai Teils, teils würde ich sagen.
Kai Und da muss ich sagen, da kommt es auch darauf an, ob man die mütterliche oder
Kai die väterliche Seite anschaut.
Kai Ich glaube, meiner Mama ist dieses, ob man studiert oder nicht und ob man einen
Kai Doktortitel macht oder nicht, das ist ihr nie so wichtig gewesen.
Kai Also natürlich hat sie sich gefreut über Erfolge, die ich hatte.
Kai Immer mitgefreut, aber das ist ihr nicht so wichtig gewesen.
Kai Bei meinem Papa ist es ein bisschen anders.
Kai Der kommt halt schon stark aus einem Akademikerhaushalt.
Kai Sein Großvater war schon Chirurg und da ist über mehrere Generationen einfach
Kai so eine Ärztetradition da gewesen.
Kai Also dieses akademische Setting und sich gewählt ausdrücken können und ein gewisser
Kai Anspruch, sage ich mal, das ist meinem Vater schon wichtig gewesen.
Benny Wie hat sich das im Alltag wieder gespiegelt? Habt ihr so quasi,
Benny wie der Tisch gedeckt wird, musste so die Gabel hier, die ist besser da?
Kai Ein Stück weit schon. Also mein Papa hat sehr auf Manieren bei Tisch geachtet.
Kai Also nicht, dass meine Mutter darauf nicht geachtet hätte, aber mein Vater mehr.
Kai Und ich merke, ich habe das voll übernommen. Also das ist auch bei mir heute,
Kai wenn wir zu Hause sitzen mit unseren zwei Kids. Ja, also ich gucke darauf,
Kai es ist mir wichtig. Es ist mir einfach wichtig.
Kai Nicht ganz so krass, glaube ich, wie mein Papa, aber es ist mir schon wichtig.
Kai Wahrscheinlich überdurchschnittlich wichtig, würde ich schon sagen.
Kai Finde ich aber auch nicht an
Kai sich verkehrt. Also natürlich, man muss irgendwie ein gewisses Maß haben.
Kai Du musst ja auch mit deinem Partner oder Partnerin, meine Frau,
Kai muss man ja auch eine gemeinsame Linie finden.
Kai Genau, da muss man ja zusammenkommen. Ja.
Kai Ja, genau. Und wie hat sich das vielleicht noch geäußert? Ich habe das erst
Kai rückblickend, glaube ich, gemerkt. Dadurch, dass ich in der Schule nie Probleme hatte.
Kai Und ich wusste mit 14, 15, dass ich nicht nur studieren werde,
Kai sondern Doktorarbeit machen werde. Das wusste ich einfach mit 14, 15.
Kai Da gab es für mich gar keinen, das war gesonnen klar.
Kai Mit 14 schon, wow. Mit 14, 15 wusste ich das.
Kai Und ja, das hat mein Papa natürlich gefreut, weil, ja, auch so akademisch und
Kai kommt in der Schule klar und wird mal eine Doktorarbeit machen und so.
Kai Also das war schon, der Paar fand das schon gut und seine beiden Eltern,
Kai also väterlicherseits sowohl meine Großmutter als auch Großvater,
Kai beides auch Ärzte gewesen, wirklich aktive Ärzte gewesen.
Kai Meine Tante, also Schwester meines Vaters, auch Ärztin. meine Mutter Juristin,
Kai ihr Bruder auch Jurist, der ist als Richter aktiv gewesen und
Kai Wenn man so will, ziemlich weit oben, bundesweit gesehen auch.
Kai Also da war einfach so ein akademisches Setting.
Kai Und ich glaube, dadurch, dass ich mich da so eingefügt habe,
Kai aber ich glaube, weil einfach Gott mich auch so begabt hat in der Richtung,
Kai war das für mich immer ziemlich easy und angenehm.
Kai Aber ich habe später dann auch gemerkt, gerade mit, ich habe noch vier jüngere Geschwister,
Kai und beispielsweise mein Bruder, der Nummer vier ist, und dann auch die jüngste
Kai Nummer fünf Schwester, die, nicht dass die in der Schule Riesenprobleme hatten,
Kai aber da lief es nicht immer so rund, würde ich mal sagen.
Kai Und da hat man gemerkt, dass mein Papa das nicht so gewöhnt war und damit hatte
Kai er auch ein bisschen Mühe umzugehen.
Kai Also da hat man schon gemerkt, dass ihm das schon nicht unwichtig war.
Kai Ja, okay. Bei meiner Mama war das nicht so ausgeprägt.
Benny Ja, okay. Und wenn du jetzt so,
Benny auf die Jugend, auf die dir Familiezeit so zurückdenkst, dann würdest du sagen,
Benny dass ihr alle so den Wunsch gespürt habt von euren Eltern, dass ihr in die akademische Laufbahn geht?
Benny Oder war das so, ich freue mich,
Benny wenn ihr es macht, aber ihr könnt auch Buchhaltung machen, wenn ihr wollt?
Kai Ja, da kann ich im Prinzip anknüpfen an dem, was ich auch gerade gesagt habe.
Kai Also ich glaube, ich würde es jetzt mal rückblickend so beurteilen,
Kai dass mein Papa, das glaube ich schon im Großen und Ganzen erwartet hat,
Kai dass jeder studieren wird. es hat auch jeder studiert ähm
Kai Meine Mama hat das nie so zum Ausdruck gebracht. Die ist einfach ein ganz krasser
Kai Herzensmensch, voll Blutmutter, also wirklich pur, bis unter die Decke auch heute noch.
Kai Und nicht, dass ihr das unwichtig war, aber ihr war immer wichtig,
Kai dass eine Herzensbeziehung da ist, dass wir einfach einen Weg finden,
Kai wo jeder glücklich werden kann.
Kai Kann man ja weltlich sehen, kann man auch mehr geistlich-christlich sehen,
Kai Aber das war ihr immer wichtig.
Kai Das war ihr immer wichtiger. Mein Papa war schon so dieses Äußere,
Kai das Erscheinungsbild nach außen und so. Und da würde ich schon sagen,
Kai das ist ihm nicht unwichtig gewesen.
Kai Also nicht, dass es super krass und super unangenehm gewesen wäre,
Kai aber es hat schon eine Rolle gespielt, würde ich sagen.
Benny Und wurdet ihr dann auch so in Rhetorik erzogen, wie man sich richtig äußert und sowas?
Benny Weil ich meine, du kannst ja schon, oder würdest du sagen, das kommt durch die
Benny Erziehung oder eher so durch deine Erfahrungen jetzt in der akademischen Laufbahn?
Benny Du bist ja Rhetorisch schon sehr begabt für mich und deswegen würde es mich
Benny mal interessieren, war das zu Hause wichtig, wie ihr euch äußert,
Benny wie ihr euch artikuliert?
Benny Oder ist das eher so?
Kai Das war nicht unwichtig, aber wir sind jetzt nicht gezielt darin geschult worden.
Kai Das hat nicht stattgefunden. Also ich glaube, wenn du das so sagst und mir Gott
Kai eine Gabe gegeben hat, vielleicht in der Rhetorik, dann glaube ich, hat es zwei...
Kai Zwei Punkte würde ich mal benennen. Der eine ist, und ich glaube,
Kai dass der wesentlich war, ich habe als Jugendlicher viel Tageszeitung gelesen.
Kai Und das hat meinen Bordschatz einfach erweitert. Dadurch habe ich,
Kai glaube ich, denke ich schon, ein Stück weit gelernt, wie man formuliert, wie man Sätze aufbaut.
Kai Ich glaube, das ist wirklich Rückblick des Tageszeitunglesen über mehrere Jahre.
Kai Und das habe ich viel gemacht, das habe ich konstant gemacht,
Kai das habe ich gerne gemacht.
Kai Es gab gewisse Bereiche in der Zeitung, die ich sehr gerne gelesen habe.
Kai Ich habe andere, also weiß ich nicht so, ich sage mal, nationale,
Kai internationale Politik und Sport, der Rest, Kultur und so, fand ich nicht so
Kai spannend, wenn ich ehrlich bin.
Kai Aber genau, das habe ich gemacht und ich denke natürlich auch dann durch Studium
Kai und auch durch die Arbeit, die ich tue, hat es das weiter vielleicht noch ausgefeilt.
Benny Ja, weil du die Arbeit gerade ansprichst. Ich habe mal ein bisschen geschaut,
Benny was du so gemacht hast und ich habe eine Zusammenfassung von dir,
Benny so eine kurze, was du machst. und du kannst ja mal kurz sagen, ob das so stimmt.
Benny Kurz gesagt, er ist ein Forscher, der sich mit Proteinen im Gehirn beschäftigt
Benny und daran arbeitet, neue Medikamente gegen Hirnerkrankungen zu entwickeln.
Benny Er erforscht, warum das Gehirn krank wird und arbeitet daran,
Benny neue Behandlungen dagegen zu entwickeln.
Benny Würdest du das so sagen?
Kai Gibt es keinen Halbsatz, der falsch wäre.
Benny Wenn man so ein bisschen nach dir schaut, dann findet man so Sachen wie jetzt,
Benny dem Rinderwahnsinn auf der Spur und sowas.
Benny Ich bin jetzt keiner der, du hast ja Biochemistry studiert. Wie heißt das?
Benny Biochemie. Biochemie auf Deutsch.
Benny Das ist jetzt ganz anders von dem, was gar nicht mein Bereich ist.
Benny Deswegen klär mich doch mal und die Hörer so ein bisschen auf.
Benny Ich habe das ja jetzt schon in einfacher Sprache zusammenfassen lassen,
Benny was du quasi machst, aber wie würdest du so einen Laien sagen,
Benny was du so machst, wie das,
Benny was das mit Rinderwahnsinn zu tun hat damals,
Benny was ich gelesen habe, vielleicht noch ein kurzer Satz dazu, dass ihr quasi du
Benny in einem Arbeitskreis warst und ihr habt herausgefunden, warum das passiert ist mit BSE und,
Benny oder erforscht, was in welchem Stadium passiert und dass wenn eine Zelle krank
Benny ist, die macht die anderen Zellen krank.
Benny Ja genau, das ist, wo mein Wissen endet. Jetzt kannst du ein bisschen helfen.
Kai Genau, ich kann dir mal vielleicht kurz das mit dem Rinderwahnsinn aufgreifen
Kai und dann vielleicht auch noch zu dem gehen, was ich jetzt eigentlich eher so mache.
Kai Das mit dem Rinderwahnsinn ist, wie gesagt, etwas über zehn Jahre schon her. Ähm...
Kai Ich würde es ein bisschen anders formulieren, weil es, glaube ich, angemessener ist.
Kai Wir haben einen kleinen Beitrag geleistet. Der ist damals durch die universitäre
Kai Presse und so, diese Dinge werden gehypt. Das darf man nicht vergessen.
Kai Wir haben einen kleinen Beitrag geleistet, dazu zu verstehen,
Kai wie dieser zentrale, es gibt einen zentralen Eiweißstoff im Kontext von Rinderwahnsinn oder BSE.
Kai Das ist ein Eiweißstoff, der natürlicherweise im Gehirn vorkommt,
Kai der seine Funktionen hat, der also gar nichts Schlechtes ist,
Kai aber der unter bestimmten Bedingungen unter einem Funktionsverlust leidet. Sagen wir es mal so.
Kai Und das hat was mit der sogenannten Faltung der Proteine zu tun.
Kai Da geht es letztlich um die dreidimensionale Struktur eines Eiweißstoffs im Raum.
Kai Wir sind ja auch 3D. Breite, Länge, Höhe.
Kai Und genauso ist jeder Eiweißstoff hat auch, wenn man so will,
Kai eine breite Länge, Höhe.
Kai Natürlich super, super, super klein, sodass man das nur mit hochentwickelten
Kai technischen Methoden sich wirklich anschauen kann.
Kai Und dieser dreidimensionale Aufbau des Eiweißstoffs, der verändert sich unter
Kai bestimmten Bedingungen.
Kai Und wenn das so ist, dann geht es mit dem Funktionsverlust einher,
Kai beziehungsweise es kann auch
Kai zu einem Gewinn, Man spricht im Englischen von Toxic Gain of Function.
Kai Also es kommt nicht nur unter Umständen zu einem Loss of Function,
Kai also dass die natürliche Funktion verloren geht, sondern es kann auch zu einem
Kai Toxic Gain of Function kommen.
Kai Das heißt, dass also eine toxische Funktion dieser Eiweißstoff plötzlich hinzubekommt oder gewinnt.
Kai Und das ist in dem Kontext auch so. Und dann macht dieser Eiweißstoff eben Dinge,
Kai die nicht gut sind fürs Gehirn.
Kai Und dann kann es zu diesem Ausbruch der Krankheit kommen.
Kai Aber wirklich zu verstehen, einfach wirklich auf dieser wirklich molekularen
Kai Ebene, wirklich auf der Ebene dieses Eiweißstoffes wirklich zu verstehen, warum
Kai diese 3D-Struktur sich verändert und warum das funktionale Spektrum dieses Eiweißstoffs
Kai sich verändert, das haben wir versucht zu adressieren und da haben wir einen
Kai kleinen Beitrag geleistet.
Kai Aber ich würde sagen, es ist wirklich ein kleiner Beitrag.
Benny Und was heißt kleiner Beitrag? War das ein großer Arbeitskreis und ihr wart ein Teil?
Benny Oder kannst du so ein bisschen erzählen, gab es einen Bundesauftrag und ihr als Uni wart dabei?
Kai Nein, es gab keinen externen Auftrag oder sowas.
Kai Es gab da jetzt auch kein Programm, was irgendwie ausgeschrieben gewesen wäre,
Kai worauf wir uns dann irgendwie beworben hätten, sodass wir da irgendwie Mittel gekriegt haben.
Kai Wir haben uns in der Tat damals bei einer Forschungsgesellschaft in Deutschland
Kai beworben für Forschungsgelder, auch mit diesem Projekt.
Kai Aber es war nichts etwas, was gezielt ausgeschrieben gewesen wäre.
Kai Wir haben in dem Zusammenhang auch eigentlich nicht mit sonderlich vielen Leuten
Kai zusammengearbeitet. Wir als Arbeitskreis haben unterschiedliche Themen bearbeitet.
Kai Und das, was ich da bearbeitet habe, war eines dieser Themen.
Kai Und ich habe das eigentlich mit relativ wenig Leuten bearbeitet.
Kai Also diese eine Publikation, ich glaube, wo das mit dem Rinderwahnsinn auf der
Kai Spur dann so beschrieben wurde von 2013.
Kai Da stehen zum Beispiel nur mein damaliger Chef und ich drauf.
Kai Also es gab dann noch eine, wenn man so will, naja, was heißt Folgepublikationen,
Kai aber etwas, was auch ein Stück weit dazu passt.
Kai Und da standen dann noch zwei weitere Leute drauf. Also relativ überschaubar, nicht so viele Leute.
Kai Und ja, was meine ich mit einem relativ überschaubaren Beitrag?
Kai Also ich würde sagen, das, was wir da an Ergebnissen veröffentlicht haben,
Kai hat das Verständnis für das, was da im Gehirn falsch läuft, ein klein wenig verbessert.
Kai Aber es war jetzt kein Durchbruch oder so. Es war jetzt kein Breakthrough.
Benny Aber das heißt, es gab die Rinder, also die Tiere waren krank.
Benny Ihr habt quasi als Uni gedacht, hey, wir wollen das erforschen, wir machen das mal.
Benny Und dann kann man sich vorstellen, dass einfach ganz viele verschiedene Unis
Benny forschen irgendwie in diesem Bereich, gerade weil es gerade eine aktuelle Krankheit ist.
Benny Und ihr werft euer Wissen, quasi eure Erkenntnisse dann sozusagen rein,
Benny geht dann auf Foren und tragt es dann sozusagen vor. So kann man sich das vorstellen dann. Ja, ja, ja.
Benny Wenn man so schaut, von dem BSE-Skandal von Anfang bis Ende,
Benny habt ihr dann sozusagen beigetragen, dass es dann eine Lösung gibt dafür?
Kai Nee, so weit ist es nicht gegangen.
Benny Ich meine, ich weiß gar nicht mehr genau, wie das Ganze, ich erinnere mich nur
Benny daran, dass es dann immer dieses BSE-Skandal überall beschrieben wurde.
Benny Und passt auf dein Hackfleisch auf oder sowas.
Benny Aber im Endeffekt wurde dann eine definitive Lösung gefunden,
Benny wie man damit umgehen kann jetzt.
Benny Oder ist es einfach aufgehört sozusagen, wenn man lernt damit zu leben oder wie war das?
Kai Also wir haben jetzt nicht wirklich dazu beigetragen, dass es zu einer Lösung kam.
Kai Das ist zu dem Zeitpunkt auch, als wir daran gearbeitet haben,
Kai eigentlich schon eine ganze Weile ein Thema gewesen, weil so dieser Ausbruch
Kai von BSE in Großbritannien, meine ich, wäre 1997 gewesen.
Kai Also das ist ja auch dann 2013, also 15, 16 Jahre schon gewesen.
Kai Das war schon eine Weile her eigentlich.
Kai Das war gar nicht mehr so extrem aktuell.
Kai Ich habe offen gestanden, diesen Bereich der Forschung gar nicht mehr so sehr
Kai verfolgt, seitdem ich diesen Arbeitskreis verlassen habe, was jetzt auch schon über elf Jahre her ist.
Kai Deswegen kann ich gar nicht so genau sagen, wo die Forschung da aktuell steht.
Kai Ich weiß, dass es immer noch bearbeitet wird und ich meine auch,
Kai das so weit zu überblicken, dass es da auch nach wie vor keine wirklich effektiven
Kai Therapeutika gibt, mit denen man jemanden, der daran erkrankt, behandeln könnte.
Kai Also wir haben auch, das sollte ich vielleicht auch kurz dazu sagen,
Kai wir haben selbst nicht mit Rindern gearbeitet.
Kai Das sollte ich vielleicht auch dazu sagen. Vieles, was man so im Kontext von
Kai Krankheiten bearbeitet, wird in Modellsystemen bearbeitet. Das können Tiermodelle sein.
Kai In denen man versucht, die Krankheit eines Menschen einfach abzubilden,
Kai nachzuahmen. Oder es können auch zelluläre Systeme sein.
Benny Aber sind es dann Computer, die dann berechnen oder wie kann man sich das vorstellen?
Kai Ja.
Benny Also was ist ein Modellsystem?
Kai Genau, also mit Modellsystem meine ich jetzt wirklich ein lebendiges Modellsystem.
Kai Also ich meine damit jetzt nichts, was computergestützt ist.
Kai Ich meine natürlich inzwischen mit KI und so weiter, das explodiert.
Kai Also die Forschung ist in dem Bereich auch, also ich glaube,
Kai dass ein großer Teil der Menschheit überhaupt nicht überblickt,
Kai was KI jetzt schon alles macht. Aber das ist ein anderes Thema.
Kai Was ich meine, sind lebendige Modellsysteme. Das können Mausmodelle sein.
Kai Es können Rattenmodelle, Affenmodelle, Schweinemodelle sein.
Kai Mit den meisten dieser Modelle habe ich selber gar nie gearbeitet.
Kai Zu der Zeit, als wir dieses Thema Rinderwahnsinn bearbeitet haben,
Kai habe ich nur rein mit zellulären Systemen gearbeitet. Ich habe mit E.
Kai Coli gearbeitet, das ist ein Bakterium.
Benny Okay, also alles so im Labor sozusagen.
Kai Ja, genau, ja, laborgestützt. Und natürlich generierst du Daten,
Kai die es dann auch auszuwerten gilt.
Kai Also Computerarbeit ist auch zu dem Zeitpunkt schon ein wesentlicher Bestandteil gewesen.
Benny Ja, und das ist ja halt schon lange her, wo bist, stehst du,
Benny jetzt wirst du ja, wenn ich es richtig verstanden habe, bist du jetzt ein...
Benny Senior Post-Doktor, Doktor, Rat, ja, bei mir steht es auf Englisch.
Kai Senior Post-Doc, ja.
Benny Ja, Senior Post-Doc, genau. Und das heißt, wenn ich es richtig verstanden habe,
Benny dass du quasi, ein Post-Doc ist ja jemand, der nach seinem Doc an der Uni weiter
Benny vor Schuhe seinen Doc gemacht hat.
Benny Senior heißt jetzt, dass du andere anleitest oder dass du eine leitende Funktion hast.
Benny Und kannst du das einmal kurz erklären? Und dann machst du ja was mit Alzheimer-Forschung.
Benny Genau, vielleicht kannst du so die zwei Sachen dann sagen, was du so machst und so.
Kai Hilf mir mal, was das erste war?
Benny Senior Postdoc, was ist das?
Kai Genau, was ist das? Also in der Tat, Post kommt vom Lateinischen nach.
Kai Also es geht um die Nachdoktorzeit. Ein Postdoc kann immer nur jemand sein,
Kai der schon an der Doktorarbeit gemacht hat. Ähm...
Kai Genau, das bedeutet das Wort Postdoc und Senior bedeutet einfach,
Kai dass es in der Tat mit einer gewissen Verantwortung einhergeht.
Kai Es hat aber auch etwas mit Erfahrung zu tun, dass man einfach schon,
Kai dass eine ganze Weile ist, dass man einfach eine gewisse Expertise mit der Zeit
Kai erarbeitet hat, die nicht jedermann hat, wenn man so will.
Kai Das meint Senior, würde ich sagen. Ich habe auch ein bisschen Leitungsfunktion,
Kai aber das hält sich in Grenzen.
Kai Das ist nicht sehr viel. Also wenn es um Personalleitung geht zum Beispiel,
Kai das hält sich bei mir relativ in Grenzen. So Projektleitung,
Kai das ist schon eher ein Thema.
Kai Und zum Thema Alzheimer, genau, das ist der Schwerpunkt dessen,
Kai was ich jetzt bearbeite.
Kai Ich bin, wenn man so will, ein Stück weit der Thematik erhalten geblieben.
Kai Ich beschäftige mich immer noch mit Erkrankungen, die das Gehirn oder das zentrale
Kai Nervensystem betreffen.
Kai Aber es ist natürlich jetzt eine andere Erkrankung.
Kai Viele verbinden das sicherlich mit Demenz, sofern es jemanden interessiert.
Kai Verschiedene Arten von Demenz und die Alzheimer-Demenz ist eine davon.
Kai Also jemand, der dement ist, hat nicht zwingend Alzheimer, aber das würde ich nur so als Randnotiz.
Kai Genau, ich arbeite weiterhin mit zellulären Modellsystemen, also die auch lebendig sind.
Kai Das sind Zellen, man kann sich das in dieser klassischen Petrischale vorstellen,
Kai so 10 cm Durchmesser und da hat man so eine Nährlösung und da schwimmen halt
Kai ein paar Zellen drin rum oder die arterieren an dem Boden dieser Platte und
Kai wachsen da und ziehen sich halt die Nährstoffe aus diesem Lernmedium,
Kai dieser Lösung, die sich über ihnen befindet.
Kai Ich arbeite aber auch mit Mausmodellen.
Benny Das ist eine kurze Verständnisfrage. Das heißt, du bist dann in einem Labor, hast dann dein Glas und,
Benny Machst du damit dann Sachen?
Kai Genau, wir experimentieren.
Kai Es fängt eigentlich immer damit an, dass man das Modellsystem,
Kai ob das jetzt zellulär ist oder ob es wirklich ein intakter Organismus ist,
Kai wie zum Beispiel eine Maus, eine lebendige Maus.
Kai Es fängt immer damit an, dass man auf der genetischen Ebene Veränderungen vornimmt,
Kai die letztlich dazu führen, dass die Zelle sich unnormal verhält oder der ganze
Kai Organismus wie eine Maus.
Kai Mit dem Ziel, dass man eben die Krankheit nachbildet oder nachahmt, so gut es eben geht.
Kai Und dann versucht zu verstehen, was läuft denn in diesem Organismus,
Kai meinetwegen jetzt in der Maus, schief.
Kai Und können wir dann ein Stück weit etwas auf den Menschen übertragen?
Kai Und können wir dieses Wissen nutzen, um möglicherweise sogar Therapeutika zu entwickeln?
Benny Das heißt?
Benny Man kann Alzheimer in einem Reagenz, ich nenne es jetzt einfach mal Reagenzglas,
Benny nehmen und auf quasi einen Lebedingung, das muss ich mal tragen sozusagen.
Benny Aber also was ist dann Alzheimer? Also ist es dann quasi einfach ein Brei aus
Benny der Zusammensetzung von verschiedenen Sachen, weißt du?
Benny Ich versuche also, wie kann man das sich vorstellen, wenn man es jetzt materialisieren,
Benny also wenn du jetzt, ich jetzt leige jetzt in ein Labor und ich habe so ein Ding
Benny mit Flüssigkeit in mir drin, woher weiß ich, aha, das ist Alzheimer.
Kai Wirst du was sagen? Also wenn es wirklich nur ein zelluläres System ist,
Kai darin lassen sich Krankheiten nicht wirklich abbilden.
Kai Dafür brauchst du wirklich einen
Kai intakten Organismus, dafür brauchst du wirklich ein lebendiges Wesen.
Kai Ich würde jetzt bei Zellen nicht unbedingt von einem lebendigen Wesen sprechen,
Kai das ist meinetwegen, das kann sogar eine ethische Fragestellung sein.
Kai Ich weiß nicht, jemand, der vielleicht mit Ethik sehr bewandert ist,
Kai würde das vielleicht anders beantworten als ich.
Kai Das sind für mich jetzt keine intakten Organismen. Also wenn ich wirklich etwas
Kai über den Krankheitsprozess an sich wirklich verstehen will, muss ich eigentlich
Kai in den intakten Organismus gehen.
Kai Natürlich, der Organismus besteht aus Zellen. Ja, wir auch.
Kai Jeder Mensch besteht auch ungefähr aus 100 Milliarden Zellen,
Kai die auch ständig erneuert werden. Also Zellen sterben ab und werden ständig erneuert.
Kai Ich kann gewisse Teilprozesse, die für eine Krankheit relevant sind,
Kai kann ich in einer Zelle nachbilden.
Kai Deswegen arbeiten wir auch mit zellulären Systemen.
Kai Aber ich kann jetzt nicht aus ein paar Zellen, die in einer Schale rumschwimmen,
Kai kann ich nicht wirklich...
Kai Ja, ich kann nicht wirklich etwas Stichhaltiges über die Krankheit selber aussagen.
Kai Ich kann gewisse fundamentale Prozesse, die in der Zelle ablaufen,
Kai die kann ich untersuchen und versuche dann Rückschlüsse darauf zu ziehen,
Kai inwieweit das auch im lebendigen Organismus relevant sein könnte.
Kai Aber im lebendigen Organismus reden sozusagen die Zellen miteinander.
Kai Die sind ständig miteinander in Verbindung und reden miteinander, wenn man so will.
Kai Kommunizieren miteinander. Und das kann ich so, sag ich mal,
Kai in ein paar Millilitern Flüssigkeit, wo ein paar Zellen drin rumschwimmen,
Kai nur sehr begrenzt nachbilden.
Benny Und wie, aber wie machst du das dann, dass du das in einem Modellobjekt überprüfst und überwachst?
Benny Wie, weißt du, also wie kriegst du die Substanz von Alzheimer?
Kai Also,
Kai Wenn ich jetzt zum Beispiel mal die Maus nehme,
Kai der liegt halt gleich von Geburt an im Regelfall eine genetische Veränderung zugrunde.
Kai Und diese genetische Veränderung sorgt dafür, dass irgendwann in der Maus etwas schief läuft.
Benny Die Maus hat schon.
Kai Wenn sie geboren wird, nicht zwingendermaßen schon die Krankheit.
Kai Es gibt auch für Alzheimer sehr viele verschiedene Mausmodelle.
Kai Also man kann das hinreichend komplex angehen.
Benny Also Mäuse können Alzheimer kriegen sozusagen?
Kai Nein, das kann man so nicht sagen. Man kann die Alzheimererkrankung in Mäusen
Kai nicht zufriedenstellend bisher nachahmen, obwohl man schon seit über 30 Jahren
Kai ein Mausmodell hat für diese Krankheit.
Kai Man kann gewisse Prozesse, die für die Alzheimererkrankung relevant sind, in der Maus nachbilden.
Kai Aber den gesamten Krankheitsverlauf hat noch niemand zufriedenstellend geschaffen.
Kai Das ist immer noch ein Gegenstand aktueller Forschung. Wirklich bemerkbar.
Kai Bessere Mausmodelle sozusagen zu entwickeln.
Kai Weil man kann, also grundlegend genommen gibt es bei der Alzheimererkrankung,
Kai wenn man so will, zwei Sachen, die wichtig sind.
Kai Ich versuche das möglichst verständlich runterzubrechen.
Kai Es fängt damit an, dass einfach ein Eiweißstoff, es geht wieder um einen Eiweißstoff,
Kai diesmal ein anderer Eiweißstoff als beim Rinderwahnsinn, der auch wieder Sachen
Kai macht, die er normalerweise nicht macht.
Kai Und was er macht, ist, er klumpt zusammen.
Kai Und dadurch kommt es zu diesen Eiweißablagerungen im Gehirn.
Kai Das sagt vielleicht dem einen oder anderen was, wenn man so ein bisschen vielleicht
Kai in der Presse was gehört hat oder mal einen Zeitungsartikel gelesen hat.
Kai Diesen Teil können wir in der Maus sehr gut nachahmen. Aber irgendwann findet
Kai sozusagen ein Switch statt, der dazu führt, dass die Nervenzellen betroffen
Kai sind, dass sie gestresst sind, dass sie geschädigt werden und dann auch absterben.
Kai Also dass es wirklich zu einem Tod von Nervenzellen kommt. Und wenn das wirklich
Kai mal irgendwann ein gewisses Maß erreicht hat, dann wird die Gedächtnisleistung
Kai beeinträchtigt und dann Und dann kommen diese Symptome von Demenz,
Kai dass man sich Dinge nicht mehr merken kann.
Kai Das kann ja dann leider so weit gehen, dass man irgendwann die eigene Verwandte nicht mehr erkennt.
Kai Und diesen Teil der Alzheimererkrankung, den kann man nicht so gut nachbilden. Okay.
Benny Und wo greifst du an?
Benny Oder was ist von deinem Arbeitsalltag sozusagen die Aufgabe?
Kai Mein Schwerpunkt so? Genau. Es gibt unterschiedliche Zelltypen im Gehirn,
Kai die unterschiedliche Funktionen haben.
Kai Es gibt z.B. Zellen, die sind für das Blutgefäßsystem wichtig.
Kai Da gibt es natürlich Nervenzellen,
Kai unterschiedlichste Arten von Zellen. Dann gibt es eben auch Zellen,
Kai die gehören zum Immunsystem.
Kai Das Immunsystem sagt auch noch jedem irgendwie was. Das Immunsystem ist auch hinreichend komplex.
Kai Aber es gibt einfach gewisse Zellen im Gehirn, die zum Immunsystem gehören.
Kai Und die scannen, wenn man so will, die ganze Zeit das Gehirn und schauen,
Kai ist im Gehirn alles okay. oder stimmt da irgendwo was nicht?
Kai Und wenn ja, dann müssen wir vielleicht da hin und was tun und etwas dagegen tun.
Kai Und mein Arbeitsschwerpunkt sind wirklich diese Immunzellen.
Kai Das heißt, wir versuchen, diese Immunzellen besser zu verstehen in ihren Funktionen.
Kai Wir versuchen, sie zu verstehen im Kontext dieser Verklumpungen von Eiweiß zum Beispiel.
Kai Was machen diese Immunzellen damit? Weil die Immunzellen erkennen diese Verklumpungen.
Kai Und die versuchen, diese Verklumpungen abzubauen und zu entfernen,
Kai weil sie eben schädlich für den Organismus sind. Und was wir versuchen,
Kai ist, diese Immunzellen eigentlich...
Kai Ja, viele Wörter, die fallen mir erst mal im Englischen ein,
Kai also zu boosten, also dass man quasi zu stärken,
Kai dass man natürliche Funktionen, die diese Immunzellen haben und die gut sind
Kai für den Organismus, dass man die noch weiter fördert, dass man die noch verstärkt,
Kai damit sie etwas, was im Organismus, also im Gehirn in diesem Fall,
Kai schief geht, damit sie das einfach noch besser adressieren können,
Kai damit sie das schneller erkennen zum Beispiel, dass sie es schneller erkennen
Kai können oder dass sie es besser abbauen und wieder eliminieren können,
Kai damit die Nervenzellen nicht beeinträchtigt werden.
Kai Also der Fokus ist auf diesen Zellen, die zum Immunsystem gehören und wir versuchen,
Kai gerade mit Blick auf diesen therapeutischen Ansatz, was können wir tun,
Kai um betroffenen Menschen zu helfen, wir versuchen einfach diese natürlichen Funktionen
Kai der Immunzellen zu verstärken, um einfach die Immunantwort auf das,
Kai was im Gehirn schief läuft, zu verbessern.
Benny Und ist es dann so, dass ihr,
Benny auch so Real-World-Tests macht? Also das heißt, ihr habt echte Betroffene, die dann,
Benny beispielsweise Medikamente oder eine Spritze nehmen. Das ist dann halt Versuchstherapie,
Benny nehme ich an. Also habt ihr das auch? Oder falls du es überhaupt sagen darfst?
Kai Nee, nee, da kannst du gar nicht schon was sagen. Also die Arbeit,
Kai die wir machen mit den Mäusen, das ist sogenannte präklinische Forschung.
Kai Das ist also vor der Klinik.
Kai Also es ist, bevor man in den Patienten wirklich reingeht.
Kai Jetzt, wenn es um das Testen vielleicht neuer Therapeutika in Menschen geht,
Kai da sind wir wirklich, wenn nur am Rande, involviert.
Kai Also ich bin mit Patienten selber gar nicht involviert.
Kai Wir haben Leute, mit denen wir zusammenarbeiten, Kollaboratoren.
Kai Das sind dann auch durchaus Mediziner.
Kai Die führen dann sogenannte klinische Studien oder man spricht von klinischen Phasen.
Kai Die führen das dann durch. Und da sind wir, ja, wir leisten vielleicht hier
Kai und da einen relativ überschaubaren Beitrag dafür, würde ich sagen. Ja, genau.
Benny Und...
Benny Wenn man jetzt sozusagen deine Arbeit nimmt, man hat ja es gibt wahrscheinlich
Benny viele Arbeitskreise nenne ich es jetzt mal, viele Leute, die in diesem Bereich arbeiten,
Benny habt ihr dann alle irgendwie so ein großes Forum, wo ihr dann zusammenkommt und euch dann so,
Benny Netzwerkarbeit halt macht und austauscht, hey, wir haben diese Lösung gefunden,
Benny der andere sagt USA beispielsweise, wir haben diese Lösung gefunden und wenn
Benny man das verbindet, hat man Alzheimer gelöst, sage ich jetzt mal ganz übertrieben, ist es so?
Benny Also, weil ich denke, es ist ja nicht nur dieser eine Teil, der das Problem
Benny von Alzheimer lösen würde, sondern das ist ja eine Summe an Unis, die zusammenkommen.
Benny Wie kann man sich das vorstellen? Habt ihr so ein weltweites Netzwerk oder wie ist das?
Kai Ja, wir sind international sehr vernetzt. Das ist...
Kai Das gehört zur Forschung. Also die Forschung geht eigentlich gar nicht anders
Kai und das ist auch schon lange der Fall so und das macht auch total viel Sinn.
Kai Also wir haben viele Kollaboratoren, sowohl in Deutschland als auch im Ausland,
Kai einige auch in den USA und so klassische Foren, wo man sich wirklich trifft
Kai und auch austauscht, sind einfach Konferenzen oder nennen es Kongress oder Konferenzen,
Kai also wissenschaftlichen Meetings,
Kai die häufig an sehr schönen Orten auch stattfinden. Ja,
Kai genau. Da kommt man zusammen für unterschiedlich, wenn es kleinere Meetings
Kai sind, vielleicht drei Tage, wenn es größere Meetings sind, können das auch mal
Kai fünf bis sechs Tage sein.
Kai Und dann trifft man sich und dann sind das so große, also entweder sind das
Kai größere Konferenzen, da können teilweise mehrere tausend Leute zusammenkommen,
Kai die dann so Convention Centers irgendwie stattfinden, da gibt es in den USA einige.
Kai Aber es gibt natürlich auch kleinere Meetings und ich bin eigentlich jetzt auch,
Kai muss ich sagen, in den letzten Jahren wenn, bin ich auf kleineren Meetings wo eher so vielleicht
Kai 100, 200 Leute zusammenkommen und das sind dann relativ ausgesucht auch wer
Kai dahin kommt und wer dahin eingeladen wird und man kennt viele Leute einfach
Kai auch von den Veröffentlichungen das ist,
Kai alle die daran arbeiten, veröffentlichen regelmäßig in entsprechenden internationalen
Kai Journalen, das ist natürlich alles online zugänglich und insofern weiß man,
Kai was die anderen machen und es ist immer wieder spannend, die da auch persönlich mal kennenzulernen.
Benny Gibt es so ein...
Benny Ein weltweites Institut, wo man alles dann publischt und die suchen dann aus,
Benny wer zu Konferenzen kommt?
Benny Oder gibt es so verschiedene Veranstalter, die dann Institute,
Benny die Foren veranstalten und da wird man eingeladen?
Benny Wie kann man sich das vorstellen? Ja, eher letzteres. Letzteres, okay.
Kai Letzteres, genau. Also es gibt einfach dann Leute, die vielleicht aufgrund ihrer
Kai Forschungsarbeit sich einfach einen Namen gemacht haben.
Kai Die haben einen gewissen Einfluss, die haben ein gewisses Standing und die haben
Kai dann, sage ich mal, auch die Vernetzung und damit auch dann die Ressourcen,
Kai so ein Meeting zu veranstalten.
Kai Man kann sich vorstellen, das kostet viel Geld, sowas auch zu veranstalten. Du brauchst Sponsoren.
Kai Dafür musst du vernetzt sein und Kontakt da einfach haben. Das sind eigentlich
Kai meistens so die Leute, die einfach ein gewisses Standing im Feld haben.
Kai Die sind dann initiativ und organisieren sowas. Ja.
Benny Und ja,
Benny Die Unis quasi, die sind ja dann, ich meine, es ist okay, ich sage,
Benny in welcher Uni du bist oder willst du lieber einfach nur eine Münchner Universität sagen?
Kai Belassen wir es vielleicht bei Münchner Universität.
Benny Genau, die Münchner Universität, in der du jetzt zum Beispiel bist,
Benny das ist, es ist so, dass die dann so viele Arbeitskreise oder Forschung,
Benny Bereiche hat zu diesem Thema oder gibt es quasi pro Uni so einen Bereich und
Benny wir haben ja verschiedene Unis in München.
Benny Die hat einen, die hat einen und dann schaut man, wer hat was gebracht und dann
Benny geht man da zusammen zu diesen Foren oder ist das so, wenn du,
Benny jeder publischt individuell und je nachdem, ob du halt dann das gefunden wird
Benny von diesem Veranstalter, lädt er dich ein?
Benny Beides eigentlich. Beides.
Kai Also wenn ich jetzt an die Uni Münchner Unis denke, Alzheimer wird an beiden
Kai Münchner Unis bearbeitet.
Kai Klar, die Unis sind nicht gleich, sie haben unterschiedliche Schwerpunkte,
Kai aber sie sind beide sehr stark in den Naturwissenschaften.
Kai Und dann gibt es auch dann nicht nur einen Arbeitskreis, der an dem Thema arbeitet,
Kai sondern es gibt verschiedene Arbeitskreise, die dann verschiedene Teilaspekte
Kai vielleicht bearbeiten, sodass nicht zu viel Überlapp da ist.
Kai Aber klar, also der Austausch, von dem leben wir sehr.
Kai Sei es bei uns selbst im Arbeitskreis, wo wir auch wöchentlich unterschiedliche
Kai Anzahl von Meetings haben, sei es mit weniger Leuten, sei es mit mehr Leuten
Kai oder dann eben auch in regelmäßigen Abständen auch mal national oder auch international. Ja, okay. Okay.
Kai Genau. Ja.
Benny Und gibt es so ein...
Benny Übergeschriebenes Ziel für diese Forschung, sage ich mal, oder weil Forschung
Benny hört ja eigentlich nie auf. Richtig.
Benny Das heißt, es ist ja, man entdeckt immer Neues und wenn man denkt,
Benny man hat was verstanden, merkt man, man ist erst am Anfang.
Benny Würdest du sagen, wenn du jetzt, sagen wir mal, ganz psychotisch gesehen, ihr löst Alzheimer.
Benny Ihr habt jetzt das gefunden und jetzt ist Alzheimer gecured.
Benny Würde es dann so sein, dass bist du dann arbeitslos oder wirst du da woanders
Benny vorgeschrieben, weißt du?
Benny Also jetzt ist es total hypothetisch, aber es ist interessant zu wissen,
Benny wie funktioniert sowas.
Kai Ja, also ich glaube, die Gefahr, dass man dadurch arbeitslos wird, ist eher klein.
Kai Also wenn wir, angenommen, wir würden tatsächlich substanziell zu sowas beitragen,
Kai zu so einem Breakthrough-Drug oder so,
Kai dann ist es eigentlich immer mit Patentierung auch verbunden.
Kai Das heißt, dass man Erfindungen patentiert, dass man die schützt.
Kai Manch einer geht dann in eine Firmengründung rein. Das ist ehrlich gesagt auch
Kai ein Gedanke, mit dem ich mich auch selber schon mal getragen habe.
Kai Noch nicht so super ernsthaft, aber ist schon durchaus eine Überlegung gewesen.
Kai Ist inzwischen relativ weit in den Hintergrund getreten, aber nicht komplett erledigt.
Kai Genau, Firmengründung kann etwas sein. Meistens ist es auch so,
Kai dass man, wenn man in einem bestimmten Forschungsbereich aktiv ist,
Kai dass man auch automatisch gewisse Verbindungen in benachbarte Forschungsbereiche hat.
Kai Das ist eigentlich auch, liegt in der Natur der Sache.
Kai Und insofern ist man auch in anderen Bereichen involviert. Also angenommen,
Kai es würde jetzt tatsächlich im Kontext von Alzheimer zu einem krassen Durchbruch kommen
Kai und wir wären daran substanziell beteiligt, dann wäre das jetzt nicht so,
Kai dass man danach nicht mehr weiß, was man machen soll, sondern man ist einfach
Kai in anderen Bereichen auch aktiv.
Kai Zum Beispiel sind wir jetzt mit einer Arbeitsgruppe in München,
Kai das entwickelt sich sehr spannend und sehr verheißungsvoll aktuell zumindest,
Kai sind wir jetzt auch in dem Bereich von Hirntumoren vorgedrungen.
Kai Auch da ist unser Anteil vergleichsweise überschaubar, aber das,
Kai was wir da beitragen können, ist trotzdem, glaube ich, wichtig für den Gesamtprozess.
Kai Und da sind wir super gespannt, wie sich es weiterentwickelt.
Benny Das heißt, man kriegt sozusagen einfach einen neuen... Du bist ja dann bei der
Benny Uni wahrscheinlich angestellt oder bei der Regierung oder so in dem Bereich so...
Kai Genau, also streng genommen bin ich bei einem Forschungsinstitut beschäftigt,
Kai das in einem Gebäude ist, das zu einer dieser beiden Unis gehört.
Kai Das heißt, ich bin streng genommen gar nicht an einer der Münchner Unis angestellt,
Kai sondern bin an diesem Forschungsinstitut angestellt.
Benny Und wenn das sozusagen gelöst wird, das Thema ist abgeschlossen,
Benny kriegt man sozusagen einen neuen Forschungsauftrag, kann man sich vorstellen.
Benny Das heißt, du bist nicht auftragsgebunden angestellt, sondern...
Kai Richtig.
Benny Ich meine, das ist ja wie so ein Projekt, wenn jetzt irgendeiner bei...
Benny Irgendeinem Autounternehmen angestellt wird, die komplette Flotte soll jetzt
Benny auf E-Autos umgestellt werden.
Benny Irgendwann sind alle Autos hier auf E-Autos umgestellt, dann ist das Projekt
Benny abgeschlossen und dann geht er.
Benny Bei euch ist es in der Forschung ist es mehr so, man hat den Auftrag und dann
Benny macht man den nächsten Auftrag.
Benny So kann man es sich vorstellen?
Kai Ein Stück weit. Ich glaube, dieses sehr auftrags- oder projektgebundene Arbeiten
Kai ist nochmal stärker in der Industrie. Du hast gerade die Automobilindustrie schon genannt.
Kai Da gibt es ja auch die Pharmaindustrie, die ganz groß ist. Auch da geht es letztlich
Kai am Ende des Tages darum, ob Geld gemacht wird oder nicht.
Kai Ich weiß, es wird viel Geld mit der Krankheit von vielen Menschen verdient.
Kai Aber das ist ein anderes Thema.
Kai Darum geht es letztlich, dass Geld verdient wird. Das kann immer sein,
Kai dass auch Schwerpunkte bei einer Firma sich sehr schnell verändern und plötzlich
Kai ist dein Aufgabenbereich nicht mehr relevant. Und dann stehst du vor der Tür.
Kai Das kann dir eigentlich an der Uni im akademischen Umfeld nicht so schnell passieren.
Kai Also wir sind da ein bisschen flexibler in unserer Arbeitsweise.
Kai Wir haben ein bisschen mehr Freiheiten.
Kai Uns wird nicht ganz so stark, sag ich mal, hierarchisch von oben vorgegeben, was wir zu tun haben.
Kai Also zumindest da, wo ich bin, ist die Struktur so von Chef und Mitarbeitern
Kai nicht sehr hierarchisch.
Kai Und wir arbeiten einfach mit anderen Leuten zusammen auch. Und auch durchaus
Kai Interessen getrieben. wo wir eine Begeisterung haben, wo wir einfach merken,
Kai Mensch, da können wir unser Wissen einbringen und dadurch dringen wir dann auch
Kai automatisch in andere Bereiche vor.
Benny Das ist ja anders, wenn du jetzt zum Beispiel wenn man jetzt zum Beispiel an
Benny deiner Uni angestellt ist oder bei der Regierung in dem Fall dann, dann ist es ja so,
Benny oder beim Freistaat, ich weiß es nicht genau, dann ist es ja so,
Benny dass man ja für ein Projekt zum Beispiel forscht und dann ist es aber so,
Benny dass natürlich der Geldgeber, in dem Fall der Staat zum Beispiel,
Benny hat ja Interesse an einem Ergebnis.
Benny Das heißt, man ist ja auch ein bisschen abhängig davon,
Benny wie viel Geld man kriegt. Das heißt, die Forschung ist ja dann auch immer,
Benny ich meine, du hast es jetzt in dem Fall nicht so, aber in dem Fall wäre ja die
Benny Forschung immer auch ein bisschen so,
Benny dass man premature, ich weiß nicht, wie das auf Deutsch heißt,
Benny dass man zu früh ein Ergebnis präsentiert aufgrund des Gelddrucks, sozusagen.
Benny Ich meine, das ist jetzt bei dir, wie gesagt, nicht der Fall so,
Benny aber kannst du sagen, das ist eine Forschung, weil du gemeint hast,
Benny ihr seid jetzt nicht von oben hierarchisch so.
Benny Aber ist es in der Forschung so, dass man dann manchmal aufgrund von Geld Mittel,
Benny weil man nicht genug Mittel hat, gezwungen
Benny wird, frühzeitig ein Produkt zu präsentieren, zum Beispiel. Ja, doch.
Kai Also es ist eine sehr wichtige und berechtigte Frage, die du stellst.
Kai Also das betrifft uns in der akademischen Forschung an der Uni auch.
Kai Ich würde nicht sagen, ganz so krass wie vielleicht in der Pharmaindustrie,
Kai aber es ist in der Tat so, dass sich das in den letzten, weiß ich nicht,
Kai Ich spreche jetzt mal vielleicht für die letzten zwei Jahrzehnte,
Kai weil das ist so die Zeit, die ich persönlich überblücken kann in meinem eigenen Werdegang.
Kai Hat sich das schon auch im universitären Umfeld dahingehend entwickelt,
Kai dass das, was man an Ressourcen, an Finanzen vom Staat bekommt,
Kai in diesem Fall jetzt Bayern, Freistaat Bayern, das ist immer weniger geworden.
Kai Das heißt, wenn man expandieren möchte, wenn man andere Themen bearbeiten möchte,
Kai wenn man irgendwelche Technologien vielleicht auch nutzen möchte, die sehr teuer sind,
Kai wo Geräte in der Anschaffung durchaus Millionen kosten können und dieses Geld
Kai der Freistaat aber jetzt in dem Fall oder meinetwegen ein anderes Bundesland
Kai nicht bereitstellen kann oder möchte,
Kai dann ist man gezwungen, dass man sich an externe Geldgeber, an sogenannte Drittmittelgeber
Kai wendet. Und das machen wir sehr viel.
Kai Das machen wir sehr viel, weil wie gesagt, das, was an Finanzen durch die Länder
Kai Bereitgestellt wird, immer weniger geworden ist, ist man immer mehr darauf angewiesen,
Kai dass man sogenannte Drittmittel einwirbt. Und das machen wir auch.
Kai Und da ist es in der Tat so, du bewirbst dich mit einem konkreten Projekt und
Kai dann ist Reporting auch angesagt.
Kai Also je nachdem, wo man sich bewirbt, kann es sein, dass du alle drei Monate
Kai einen Report abzuliefern hast. Was hast du die letzten drei Monate gemacht?
Kai Was willst du die nächsten drei Monate machen? Also ich habe das selbst schon erlebt.
Kai Oder aber du hast zumindest einen Annual Report zu liefern. Und dann gucken
Kai die, was machst du mit dem Geld? Und bist du erfolgreich?
Kai Und bei uns ist in der Wissenschaft ein Stück weit leider, ich denke,
Kai es hat in gewissen Grenzen seine Berechtigung, aber ein Stück weit leider sind
Kai die Publikationen unsere Währung.
Kai Wer publiziert, ist in einer besseren Lage, Gelder einzuwerben,
Kai als jemand, der nicht so viel publiziert.
Kai Und dann wird natürlich, es wird versucht, dass man in den renommiertesten Fachjournalen
Kai publiziert, weil wenn die Leute das sehen, oh, dann sind sie beeindruckt und
Kai dann sind sie eher gewillt, ihr Geld zu geben. aber manchmal wird gar nicht
Kai so genau hingeguckt, ob das qualitativ funktioniert.
Kai Substanz hat? Ja, so viel Substanz hat, wie es nach außen hin scheint.
Kai Ja, okay. Also wir haben da schon auch einen gewissen Druck.
Kai Wir müssen reporten, wir müssen liefern, wir müssen performen und deswegen werden
Kai manchmal auch Dinge publiziert, also früher, als man eigentlich möchte.
Benny Du hattest vorher auch so ein bisschen die Pharmaindustrie angesprochen.
Benny Ich will jetzt keine Stichwörter sagen, weil sonst wird das Video geflaggt und
Benny mit unten drunter liest du diese Informationen mehr.
Benny Deswegen versuche ich es ein bisschen so zu beschreiben, dass das Video nicht jetzt irgendwie,
Benny Entschuldigung geflaggt wird mit irgendwelchen inneren Sachen und zwar vor zwei
Benny Jahren hatten wir ja ein ein,
Benny Ein besonders großes Ereignis, was die ganze Welt beeinflusst hat.
Benny Ich glaube, du weißt, was ich meine.
Kai Ja, ich denke schon.
Benny Und da war es ja so, dass totaler Druck war, weil Menschen sterben und krank
Benny sind, dass man forscht und was rausbringt.
Benny Und dann gab es Leute, die waren mit dem Ergebnis zufrieden,
Benny die haben das, ich nenne es jetzt mal ganz glatt, das Medikament zu sich geben
Benny lassen und manche haben es verweigert.
Benny Und jetzt frage ich mich so als Forscher, du bist jetzt auf der Forscherseite,
Benny das Medikament sozusagen, nenne ich es jetzt mal einfach,
Benny das haben ja Forscher, haben ja daran
Benny gearbeitet und dann ging es an ein Pharmaunternehmen, weil das Medikament,
Benny man kennt ja so diese Namen, hast du den, hast du den, das Medikament genommen,
Benny Das war ja immer der Name der Firma.
Benny Warum heißt das Medikament so wie die Firma und warum heißt das Medikament nicht anders?
Benny Alzheimer ist ja ein Name.
Benny Alzheimer ist ja der Name. Also deswegen frage ich mich halt,
Benny das ist ja anders wie HIV, was jetzt eine Beschreibung eines Virus ist.
Benny Und deswegen frage ich mich so und dann gibt es einen Impfstoff der quasi nach
Benny einer Firma benannt ist und quasi wie hängt das damit ich will das Thema ganz kurz halten,
Benny aber warum ist das quasi so es gibt ein Forschungsteam wie du jetzt hier arbeiten
Benny an etwas und dann kommt die Lösung raus und am Ende kriegt ein Pharmaunternehmen
Benny euer Ergebnis und arbeitet damit Mhm.
Kai Ja, also ich denke, das liegt einfach daran, du willst ja dann,
Kai wenn du wirklich was gefunden hast und du hast ein ernsthaftes Interesse daran,
Kai dass Patienten, Menschen, die wirklich leiden, dass denen wirklich substanziell
Kai geholfen wird, dann musst du dir Gedanken machen, wie mache ich das?
Kai Du musst ja dann in der Lage sein, diese Substanz, die du identifiziert hast
Kai oder die du erforscht hast und die du jetzt an Mann und Frau,
Kai die es brauchen, bringen möchtest, du musst ja in der Lage sein, das zu produzieren.
Kai Du musst ja in der Lage sein, das in entsprechenden Mengen zu produzieren.
Kai Dann gibt es hohe Qualitätsstandards, die eingehalten werden müssen,
Kai damit ein Medikament zugelassen wird, damit es überhaupt verabreicht werden kann.
Kai Und das sind Sachen, die jemand, der in der akademischen Forschung tätig ist,
Kai In keinster Weise leisten kann. Das ist absolut nicht machbar.
Kai Das heißt, du musst in den Business-Bereich reingehen. Natürlich,
Kai du kannst, das hatte ich vorhin schon mal kurz adressiert, du kannst selbst eine Firma gründen.
Kai Manche Leute machen das auch, dass sie mit ihrem Produkt wirklich erstmal selber
Kai eine Firma gründen und klein starten.
Kai Und wenn sich das wirklich erfolgreich entwickelt, dann ist der Weg häufig,
Kai vielleicht nicht immer, aber häufig so, dass natürlich größere Firmen Wind davon
Kai bekommen und sagen, das sieht interessant aus, damit könnten wir richtig Geld machen.
Kai Okay, wir kaufen das Produkt oder wir kaufen möglicherweise die ganze Firma.
Kai Ja, ich verstehe. Und dann ist es natürlich in der Hand eines größeren Konzerns
Kai und dann entwickeln die das weiter und dann benennen die das natürlich auch, wie sie es wollen.
Kai Ja. Also das kann natürlich sein, dass du als Erfinder vielleicht über ein Patent,
Kai Sage ich mal, ein gewisses Maß an Finanzen dann auch regelmäßig bekommst,
Kai also dass du was dadurch verdienst, aber ich sage mal, das Hauptsächliche wird
Kai immer in der Pharmaindustrie verdient.
Benny Es ist natürlich auch, ich glaube, moralisch schwierig. Stell dir vor, du hast die,
Benny die die Lösung für Alzheimer gefunden und weil man jetzt seinen Namen nicht
Benny an das Etikett kriegt, hält man die Lösung weg.
Benny Also ich meine, moralisch ist das ja voll schwierig. Man hat ja auch irgendwo
Benny eine Verpflichtung. Aber es ist ja auch manchmal so,
Benny Ein Schauspieler zum Beispiel, der kriegt Geld für den Teil,
Benny den er gemacht hat in dem Film, aber der Film gehört nicht dem Schauspieler,
Benny sondern der Film gehört dem Studio und das Studio hat die Rechte für immer.
Benny Und wahrscheinlich ist es in der Forschung auch so, dass die Geldgeber,
Benny quasi die haben das Recht an dem Medikament und nicht der Forscher in dem Sinne.
Benny Aber ist es dann so, dass schon zum Beispiel jetzt vor ein paar Jahren bei dieser
Benny Situation, die wir weltweit hatten,
Benny dass vorher Pharmainstitute an Forschungsinstitute gegangen sind und gesagt
Benny haben, findet uns das Lösungsmittel und wir fanden den ganzen Prozess oder kommen die quasi erst danach?
Benny Das wäre immer ganz interessant. Ich meine, vielleicht weißt du es auch gar
Benny nicht, aber ich fände es mal interessant, zu wissen, wie sowas abläuft.
Kai Das überblicke ich ehrlich gesagt wirklich nur sehr wenig. Da kann ich wirklich
Kai gar nicht so viel zu sagen.
Benny Ja, ich glaube, aber ich habe noch ein paar andere Sachen, die wir reden wollen,
Benny deswegen glaube ich, aber mir war wichtig, erstmal so eine auch einfach so entspannt,
Benny so ein bisschen eine solide Basis
Benny zu machen, dass Leute ein bisschen auch wissen, was du so machst und so.
Kai Ich hoffe, es war einigermaßen verständlich, was ich gesagt habe.
Benny Heutzutage, was sich ich auch viel mache. Ich hatte ja die Sophia da und die
Benny hat ja auch Physik studiert und ich habe zum Beispiel ihre Arbeit mir einfach
Benny von der KI ein bisschen erklären lassen.
Benny So kann man es ja auch machen. Das wird ja auch alles, es gibt ja auch ein Transkript
Benny für diesen Podcast und die Leute können sich alles reinholen und erklären lassen
Benny oder einfach E-Mail schreiben und Fragen stellen.
Benny Genau, ich werde die Fragen nicht beantworten können, aber ich kann sie ja nicht weiter.
Kai Kannst du gerne machen.
Benny Ja, was ich voll spannend finde, das hatte ich ja Anfang schon mal angerissen,
Benny so ein bisschen so also mit dem, dass du ja quasi, finde ich,
Benny sehr demütig damit umgehst, was du,
Benny ähm, akademisch hast sozusagen und, ähm, der Podcast geht ja so um,
Benny wie du wie du ja weißt, um Glaube, Identität und so und wie würdest du sagen,
Benny das, was du hast, akademisch, weltlich gesehen, wirkt das auf deinen Selbstwert auf?
Benny Also, gibt es dir mehr, also wenn du jetzt beispielsweise keinen Abschluss hättest,
Benny gar nichts, würdest du sagen, hey, mein Selbstwert ist so in Jesus fundiert,
Benny dass mich das gar nicht juckt?
Benny Oder sagst du, hey, es gibt Momente, da baue ich mich dran auf, ich brüste mich darin.
Benny Mich wird es einfach so ein bisschen jetzt in die Schiene Glaube und Identität gehen wollen.
Benny Mich würde es ein bisschen interessieren, wie du das so navigierst für dich, dieses Thema.
Kai Ja, das ist eine sehr wichtige und sehr fundamentale Frage.
Kai Also ich kann auf jeden Fall, wenn ich zurücksehe, ich hatte ja vorhin schon
Kai so ein bisschen mein Elternhaus und so benannt, ich habe das natürlich immer
Kai erst rückblickend verstanden und zu dem Zeitpunkt, als ich Kind oder Jugendlicher
Kai war, habe ich das gar nicht überblickt.
Kai Und ja, also zumal ich auch da, das hatte ich ja schon gesagt,
Kai ja, wie gesagt, ich hatte Jesus in mein Herz aufgenommen und ich habe mich auch
Kai im Gebet immer wieder mal an ihn gewandt, aber das Glaube war trotzdem für mich
Kai wirklich eher eine Randerscheinung. Es hat mein Leben nicht fundamental geprägt
Kai zu dem Zeitpunkt, würde ich sagen.
Kai Und die Tatsache, dass ich in der Schule Erfolg hatte und auch viel Erfolg hatte
Kai und nie Probleme hatte und viel gute Noten hatte und natürlich auch gesehen
Kai habe, dass es meine Eltern, natürlich vor allem mein Vater, auch freut,
Kai das hat meinen Selbstwert, glaube ich, rückblickend schon ziemlich stark geprägt und ausgemacht.
Kai Also, das heißt nicht, dass ich zu Hause jetzt irgendwie keine Liebe von meinen Eltern erfahren hätte.
Kai Also ich habe schon gesagt, meine Mama ist eine Vollblutmama,
Kai also die hat uns ganz viel Liebe gegeben. Mein Vater natürlich auch, aber anders.
Kai Also insofern nicht, dass das gar nicht präsent gewesen ist,
Kai aber ich glaube, rückblickend muss ich schon sagen, dass so diesen Erfolg,
Kai den ich einfach in der Schule damals
Kai schon hatte, dass der schon meinen Selbstwert sehr, sehr geprägt hat.
Kai Also ich weiß nicht, wie es mir gegangen wäre, wenn ich jetzt plötzlich,
Kai aus welchen Gründen auch immer in der Schule, plötzlich große Probleme gekriegt hätte.
Kai Ich glaube, ich hätte, ja, ich glaube, ich wäre wahrscheinlich in ein Loch gefallen,
Kai vermute ich schon, rückblickend.
Kai Und dann habe ich mit im Alter von 22, habe ich meine Entscheidung für Jesus
Kai nochmal festgemacht und das natürlich auch mehr überblickt, was das eigentlich
Kai alles heißt und habe gesagt, okay, ab jetzt, ich will ernsthaft wirklich mit Jesus gehen
Kai Und erst dann hat es auch keinen Tag gegeben, an dem das nicht so gewesen wäre,
Kai ich habe das nie wieder in Frage gestellt oder von mir getan oder weggeworfen
Kai oder so und dann hat Jesus wirklich
Kai ja, Ich würde wirklich sagen, gerade so in den ersten zwei, drei Jahren,
Kai nachdem ich so diese Entscheidung mit Jesus festgemacht hatte,
Kai ganz viel in mir verändert.
Kai Also ich habe gemerkt, dass Glaube zum Beispiel sehr wohl auch mal den emotionalen
Kai Bereich inkludiert, also mit einschließt, dass das nicht eine reine Kopfsache
Kai ist, eine reine Verstandessache.
Kai Und damit will ich jetzt gar nicht sagen, dass es nur um Emotionen im Glauben
Kai geht. Nein, auf keinen Fall. Das Wort Gottes ist unabhängig von Emotionen.
Kai So schwierig das auch sein kann durchaus. Weil man mit seinen eigenen Emotionen kämpft.
Kai Aber das war für mich was ganz Wesentliches, dass ich diesen emotionalen Bereich entdeckt habe.
Kai Und dass mein Glaube, dass der auch diesen emotionalen Bereich mit einschließt,
Kai für mich war das ein Gamechanger. Wirklich.
Kai In den ersten Jahren war das der absolute Gamechanger für mich.
Kai Das hat mein Leben wirklich umgekrempelt. Oder Jesus hat das benutzt,
Kai um mein Leben umzukrempeln.
Kai Und ich habe dann schon früh auch Erfahrungen gemacht, einfach auch mit seiner
Kai Liebe und seiner Zuwendung. und so.
Kai Und das hat natürlich angefangen, meinen Selbstwert zu verändern und meine Identität zu verändern.
Kai Und ich glaube, ich stehe auch heute noch in einem Prozess der Veränderung,
Kai weil ich mache die Arbeit, die ich mache, sehr gerne.
Kai Ich bin, finde ich wirklich, seitdem ich hier in München bin und da arbeite,
Kai wo ich arbeite, ich bin wirklich beschenkt, ich bin privilegiert,
Kai dass ich da bin, wo ich bin. Ich bin auch durchaus gut herausgefordert.
Kai Also es ist nicht immer easy going, ich habe gut zu tun, ich bin schon auch
Kai herausgefordert, aber ich bin da wirklich sehr privilegiert und insofern gibt es,
Kai auch jetzt, es gibt Tage, da komme ich nach Hause und da, keine Ahnung,
Kai da hat das geklappt und das Ergebnis ist da und wir können da jetzt was veröffentlichen
Kai oder haben da irgendwie eine neue Möglichkeit, mit jemandem zusammenzuarbeiten.
Kai Und ich bin völlig begeistert und komme nach Hause und will das auch meiner
Kai Frau möglichst schnell erzählen.
Kai Aber die Kids sind mit am Tisch. Insofern dauert es dann manchmal einen Moment.
Kai Also ich glaube, wenn ich jetzt diese Arbeit plötzlich nicht mehr hätte,
Kai aus irgendeinem Grund, was auch immer, keine Ahnung, Finanzen brechen weg,
Kai meine Stelle kann nicht mehr finanziert werden oder irgendwie sowas.
Kai Ich glaube schon, dass es nicht einfach für mich wäre.
Kai Aber ich glaube, dass ich so weit auf jeden Fall in Jesus gegründet bin und
Kai ihn soweit kenne, dass es mich nicht umhauen würde. Ähm...
Kai Das ist natürlich auch etwas, was ich in meinem Herzen trage,
Kai aber das ist ein Thema für sich. Ich kann mir vorstellen, dass in meinem Leben
Kai etwas anderes kommen wird, noch etwas ganz anderes.
Kai Was mit der Arbeit, die ich jetzt aktuell tue, vielleicht überhaupt nichts mehr
Kai zu tun haben wird. Also das halte ich für möglich.
Kai Und ich versuche, mir das auch in meinem Herzen zu bewahren und die Arbeit und
Kai auch den Erfolg oder auch die Freude, die ich darin habe, nicht zu groß werden zu lassen.
Kai Also insofern, das hat sich im Laufe der Zeit, die ich mit Jesus gegangen bin, definitiv verändert.
Kai Und ich weiß, ich brauche letztlich nichts mehr als Jesus selbst,
Kai um glücklich zu sein und Frieden zu haben und eine Perspektive zu haben.
Kai Also insofern, selbst wenn jetzt irgendwie das mit der Arbeit sich fundamental
Kai verändern würde, ich glaube, es wäre nicht einfach, weil natürlich da jetzt
Kai auch, ich da schon ein paar Jahre bin und da was gewachsen ist und man auch
Kai auf mich zählt, was natürlich sich immer schön anfühlt.
Kai Ich glaube, es wäre nicht unbedingt einfach, aber es würde mich nicht umhauen.
Benny Und was bedeutet es für dich dann, deinen Selbstwert in Jesus zu haben?
Benny Wie würdest du das beschreiben?
Kai Kannst du das vielleicht ein bisschen konkretisieren? Oder was genau meinst du damit?
Benny Also es ist ja so,
Benny Und manche Leute, die haben keinen Selbstwert, weil sie nicht die Offenbarung
Benny haben, dass sie Jesus zum Beispiel, dass Jesus sie liebt, dass es einen Gott
Benny gibt, der für sie gestorben ist und so.
Benny Und dann gibt es die Leute, die das wissen, aber trotzdem sehr viel darauf bauen,
Benny was sie erreichen, sehr performancebasiert sind.
Benny Und dann gibt es Leute, die sagen, hey, ich habe meine Arbeit,
Benny die geben mir einen Sinn, das ist, was ich gerade mache.
Benny Ich weiß, ich habe eine Berufung, ich glaube aber auch an Jesus und so wie du
Benny gerade ein bisschen beschrieben hast.
Benny Und ich würde einfach so interessieren, was so Selbstwert dann in dem Sinne für dich bedeutet.
Benny Ist es so die Erkenntnis davon, was Jesus für dich getan hat und dadurch...
Benny Vielleicht machen wir es so, ich sage dir, was es für mich ist und dann fällt
Benny es dir vielleicht für mich ist es so, zum Beispiel Selbstwert bedeutet für mich,
Benny zu erkennen, was Jesus für mich getan hat, wer ich in den Augen des Schöpfer
Benny des Universums bin geliebt, wertvoll, angenommen akzeptiert,
Benny so sehr hat Gott mich geliebt, dass es einen Sohn gab,
Benny und das zeigt mir einfach wow, krass, ich bin geliebt, ich bin gewollt,
Benny ich bin auserwählt und es zeigt mir so, ich habe etwas, da ist jemand,
Benny der mich durch und durch kennt.
Benny Und trotzdem entscheidet, mich zu lieben und das bedeutet mir so viel,
Benny weil ich dann meine Identität darin finde, dass ich,
Benny weiß, wenn ich das Wort Gottes öffne, da steht drin, was wir alles sind in Gott,
Benny König und Priester und so ganz viele Sachen einfach und wenn man die Summe so
Benny zusammenholt und dann versteht, was die Bibel über einen sagt,
Benny darin finde ich meinen Selbstwert, weil ich erkenne, dass es das,
Benny weil die Bibel mir so sehr sagt, wer ich bin und dadurch habe ich die Wahrheit,
Benny weil es alles Gott über mich ausgesprochen hat und dadurch ist es so,
Benny dass unabhängig davon, was andere Leute sagen oder unabhängig davon,
Benny was ich erreiche oder was ich nicht erreiche,
Benny was Gott sagt, ist unabhängig von all dem.
Benny Deswegen ist mein Selbstwert das, was Gott über mich sagt und darin finde ich
Benny meinen Selbstwert sozusagen.
Benny Ich finde das so spannend, mir dir darüber zu reden, weil du jemand bist,
Benny der offensichtlich akademisch viel erreicht hat oder auch am Erreichen ist.
Benny Und wie Paulus aus der Bibel sagen könnte, hey, ich habe das und das erreicht
Benny und es ist mir alles Dreck geworden. Ja, genau.
Benny Weil ich weiß, weil ich jetzt Jesus erkannt habe und dadurch viel mehr erreicht habe.
Benny Ich könnte mich allem rühmen, aber ich rühme mich nichts außer dem Kreuz von
Benny Jesus Christus. weil es alles Dreck ist, den wir gleich Gott so kennen.
Benny Verstehst du, was ich meine?
Kai Ich denke Stück weit schon, ja.
Kai Wo fange ich an oder wie fange ich an?
Kai Also wenn ich jetzt so das noch so im Ohr habe, was du gerade gesagt hast,
Kai dann, das denke ich übrigens regelmäßig, wenn ich deine Predigten im Frühgebet
Kai höre, dass glaube ich, dass du viel Offenbarung darüber bekommen hast,
Kai wie sehr Gott dich liebt und dass er dich annimmt, so wie du bist.
Kai Und da würde ich jetzt persönlich zum Beispiel sagen, dass ich vielleicht nicht
Kai ganz so viele Offenbarungen habe wie du.
Kai Also ich glaube, Gott hat mir das immer wieder auch ganz persönlich zugesprochen.
Kai Zum Beispiel war das vor drei Jahren zum Geburtstag.
Kai Und da wollte ich unbedingt die erste halbe Stunde am Tag einfach mit Gott verbringen.
Kai Und ich wollte einfach auch hören, was er mir sagen möchte oder so.
Kai Und er hat mir ganz gezielt gesagt, ich liebe dich, bleib in meiner Liebe.
Kai Und das macht natürlich auch was mit mir. Aber ich habe auch Phasen gehabt,
Kai wo ich das, sage ich mal, stärker erlebt habe und auch leichter annehmen konnte.
Kai Aber ich habe auch schon Phasen in meinem Christsein erlebt,
Kai wo ich das nicht ganz so leicht annehmen konnte.
Kai Warum auch immer, weiß ich jetzt gar nicht so genau oder will ich auch gar nicht
Kai großartig drüber grübeln.
Kai Es gibt ja auch gewisse Erfahrungen, die man vielleicht auch macht,
Kai die nicht so einfach sind, wo man auch erstmal irgendwie durch muss,
Kai wo man vielleicht auch mal ein Stück weit mit Gott ringt.
Kai Also ich habe so eine Phase vor ungefähr 20 Jahren gehabt, da war ich ein relativ junger Christ.
Kai Die mich sehr geprägt hat, aber die Gott nutzt hat, um mich sehr in die Tiefe zu führen.
Kai Genau. Ja, also...
Kai Klar, ich definiere auch meinen Selbstwert natürlich über das,
Kai was Jesus für mich getan hat, aber das ist eine beständige Bitte,
Kai die ich Jesus immer wieder bringe, dass ich noch viel mehr mit dem Herzen erfassen
Kai kann, was er da eigentlich getan hat am Kreuz.
Kai Für mich ist das so, fühlt sich das für mich zumindest an, vielleicht würde
Kai Gott selber das allem anders sagen, aber für mich fühlt es sich immer noch ziemlich
Kai so an, dass es für mich so mit dem, was Jesus am Kreuz getan hat und mit der
Kai Auferstehung, das ist für mich immer noch relativ stark verstandes.
Kai Ich will nicht sagen, Verstand ist getrieben, aber dass der Verstand da immer
Kai noch eine relativ große Rolle spielt. Und ich will auch nicht sagen,
Kai dass der Verstand da verkehrt ist oder so, oder Fehler am Platz ist.
Kai Aber ich merke, da ist eine Sehnsucht da, das stärker mit dem Herzen zu erfassen.
Kai Und da bin ich auf dem Weg.
Kai Also da bin ich einfach auf dem Weg und es gab Phasen, wo das eine meiner Hauptbitten
Kai auch Gott gegenüber war, mehr zu erkennen und in der Tiefe zu erkennen,
Kai dass ich von ihm geliebt bin, dass ich bedingungslos geliebt bin und dass ich
Kai nicht mehr brauche, als genau das zu wissen und auch mit dem Herzen zu wissen
Kai und zu verstanden, dass ich von ihnen geliebt bin.
Kai Denn ich brauche nicht mehr als das. Und ich habe Phasen gehabt oder auch Erlebnisse
Kai gehabt, die mir das ganz deutlich gezeigt haben.
Kai Aber ich habe auch Phasen gehabt, wo das zumindest gefühlt ein bisschen in den
Kai Hintergrund getreten ist. Genau. Also es ist, ja.
Benny Hast du Momente, wo du stolz bist, was du akademisch geschafft hast?
Benny Und dann ein bisschen,
Benny du Jesus so zur Seite schiebst.
Kai Bisschen, aber ich glaube nicht sehr viel.
Benny Also würdest du sagen, wenn jetzt, ich kann mir die Frage selber beantworten,
Benny aber es ist nur Gemeindekontext, aber wenn du jetzt zu einem Arzt gehst,
Benny stellst du dich dann mit Dr.
Benny Schleppkopf vor oder tust du einfach Hi, ich bin der Kai oder man tut sich nicht
Benny beim Arzt, aber du weißt, was ich meine.
Kai Ne, also ich stelle mich im Blick gerade, ob ich mich Da lege ich mich jemals als Dr. Schleppke vor.
Benny Ich wusste bis heute nicht, dass du einen Doktortitel hast.
Kai Ich denke darüber, dass ich einen Doktortitel habe, denke ich wirklich sehr,
Kai sehr wenig nach. Der ist zum Beispiel auch nicht bei uns am Klingelschild.
Kai Der war bei mir noch nie am Klingelschild.
Benny Auch nicht bei den Briefen dann?
Kai Da schreibe ich es manchmal drauf als Absender. Manchmal schreibe ich es drauf, ja.
Benny Ja, wenn es arbeitsbezogen ist. Aber ich meine, wenn du jetzt eine Postkarte
Benny schickst, dann irgendjemandem schreibst du dann, okay, Postkarte ist übertrieben,
Benny aber jetzt an das Finanzamt oder sowas schickst?
Kai Nee. Also ich überlege gerade, vielleicht teilweise, also ich habe festgestellt
Kai jetzt, wo du das sagst, weil ich jetzt auch zu Weihnachten ein paar Weihnachtskarten
Kai verschickt habe, dass ich als Absender jetzt häufig schreibe,
Kai Familie Dr. Kai Schlepko, wenn ich ehrlich bin.
Kai Vielleicht mache ich das, weil mein Papa das auch immer so gemacht hat.
Kai Ich will nicht sagen, dass ich da komplett frei von Stolz bin.
Kai Ich glaube, das wäre gelogen.
Kai Aber ich glaube, dass es keine sehr große Rolle spielt. Ich denke wirklich wenig darüber nach.
Kai Ich gebe diesen Titel eigentlich aktiv selten irgendwo an.
Kai Eher auch im akademischen Kontext, wenn ich danach gefragt werde.
Benny Öffnet er dir Türen?
Kai Ja.
Benny Schon, oder?
Kai Ja, ist schon so. Also ich gebe dir ein Beispiel. Das ist aber wirklich schon
Kai lange her. Da habe ich noch gar nicht in München gewohnt. Da habe ich nach der
Kai Wohnung in Frankfurt geguckt.
Kai Und ich hatte über Freunde von der Wohnung erfahren, also Freunde auch aus der Gemeinde damals.
Kai Und habe da angerufen und habe gesagt, ja, ich habe gehört von dieser Wohnung
Kai und ich bin interessiert.
Kai Und da war der am Telefon einfach super, also sagen wir es so,
Kai ich will etwas vorsichtig sein, nicht sehr freundlich.
Kai Und hat das ziemlich schnell das Telefonat beendet. Und ich bin aber einigermaßen
Kai ruhig geblieben, habe gesagt, ja, kein Problem.
Kai Ich schicke ihn einfach mal, ich schicke ihn das einfach nochmal per Post.
Kai Und da hatte ich meinen Titel angegeben.
Kai Ich überlege rückblickend, ob ich das absichtlich gemacht habe oder nicht.
Kai Aber der hat das bekommen. Der rief an, Herr Dr. Schleppkoyer,
Kai der war wie ausgewechselt.
Kai Das war so ein krasses Beispiel dafür, ich habe die Wohnung dann gar nicht genommen,
Kai aber das war so ein krasses Beispiel dafür, dass es schon was gebracht hat, wenn man so will.
Kai Also frei von Stolz, ich würde sagen komplett 100% nein, wenn ich ehrlich bin,
Kai aber ich glaube, dass es keine sehr große Rolle spielt.
Kai Also ich halte das Jesus immer wieder hin, in dem Wissen,
Kai dass es, es kann ja das Berufliche sein, es können ja auch andere Sachen sein,
Kai es kann ja zum Beispiel auch sein, dass du im gemeindlichen Kontext sehr aktiv
Kai bist und vielleicht auch da dir viele Leute rückmelden, dass sie dich mögen
Kai und keine Ahnung, was weiß ich was.
Kai Und auch wegen sowas kann man stolz werden. Also das kann der berufliche Kontext
Kai sein, aber es können ja auch andere Kontexte sein.
Benny Ich weiß, dass...
Benny Ich habe vor Jahren, vor neun Jahren, ein prophetisches Wort gekriegt und das
Benny ist in meiner Bibel immer noch. Und ich habe es erst heute gelesen wieder.
Benny Und eine der Sachen steht drin, was wir auch oft einfach hören als Christen,
Benny das ist jetzt nicht unbedingt die Prophetie speziell auf mich,
Benny aber das ist so ein Satz, den man oft auch als Christ hört, in der Prophetie
Benny benutzt wurde, ist genau in dem Bereich,
Benny wo Gott dich berufen hat, wird der Feind dich am meisten angreifen.
Benny Und wie heißt mein Podcast, unser Podcast? Lebenswert, Glauben und Identität.
Benny Warte mal, in welchem Bereich ich am meisten den Kampf spüre.
Benny Ich spüre den meisten Kampf im Thema Selbstwert, im Thema Identität.
Benny Das sind die Themen, die Gott mir aufs Herz gelegt hat, die ich so wichtig finde,
Benny dass Menschen das hören. Und ich weiß aber, das ist auch der Bereich,
Benny weil er mich am meisten angreift, weißt du, wo du gesagt hast,
Benny wo auch in meinen Predigen merkt man das im Frühgebiet und das ist mir auch
Benny so wichtig, weil das ist so die Message, die Gott mir aufs Leben,
Benny aufs Herz gelegt hat für mein Leben, ist Menschen das zu zeigen und ich finde das,
Benny das hatte ich eingangs gesagt, eben, dass ich es immer besonders finde,
Benny wenn Leute Titel haben, weil sie dann immer ein bisschen hochnäsig sind, ist ein bisschen.
Benny Leider, ich finde es halt aber, also nicht nur Titel im Sinne von Doktor,
Benny sondern auch im kirchlichen Kontext.
Benny Das ist manchen Leuten mega wichtig, wie sie angesprochen werden und ja, ich finde das äh,
Benny interessant. Ich finde, es ist so, ich bin da immer so im inneren Konflikt so,
Benny ich denke mir so, andererseits ist es voll wichtig, Ämter zu ehren,
Benny die Gott Leuten gegeben hat, aber ich habe mal ein Reel gesehen auf Instagram, wo,
Benny ein Prediger kam,
Benny und ging aus dem Auto raus oder ins Haus rein einzubeiden und vor ihm war dann,
Benny ein Gemeindemitglied und ist jetzt hingekniet vor ihm und er ist so gegangen
Benny und damit quasi er nicht mit der Seite zu dem.
Benny Pastor Bischof kam, was für eine Rolle der hatte, Amt der hatte,
Benny steht, ist er quasi auf den Knien so mitgegangen halt so.
Benny Und das war für mich so und das fand ich voll krass, weil ich mir dachte,
Benny wow, also ich will die Kultur gar nicht herabreden, deswegen würde ich auch
Benny nicht sagen, was für eine Kultur das war.
Benny Aber ich finde das so krass, weißt du, und ich finde, das bin ich mit Ämtern
Benny immer so, bin ich so gespannt und deswegen interessiert es mich auch so,
Benny mit jemandem mal zu reden wie dich, der das halt hat und einfach,
Benny was das für ihn bedeutet einfach.
Benny Mein Vater, der hat zwei Doktortitel und hat, beziehungsweise hatte einen Proftitel.
Benny Ich meine, es ist ja so, dass er ist ja in den Ruhestand gegangen.
Benny Das heißt und so, ich weiß, hast du den Proftitel ja nur, solange du lehrst.
Kai Ja, ja. Ja, gibt verschiedene Voraussetzungen.
Benny Genau, deswegen weiß ich nicht, aber auf jeden Fall. Aber Lehre gehört dazu,
Benny ja. Aber ich erinnere mich immer an die Briefe mit Prof, Doktor,
Benny Doktor und dann sein Name.
Benny Genau. Aber für mich im Alltag, ich meine, meine Eltern haben sich getrennt vor 16 Jahren.
Benny Das heißt, ich erinnere mich nicht mehr so viel daran, wie es war.
Benny Aber ich meine, als ich mit meinem Vater in den Bergen war, war das total egal,
Benny ob was, wie viele Doktortitel, Proftitel der hatte.
Benny Weil da war das einfach, da sind wir einfach wandern gegangen.
Benny Ja, genau. Oder mit meinen, als wir Geschwister was gemacht haben und ähm,
Benny Man merkt das halt, wie tief das in die Facetten von Leuten geht.
Benny Manche Leute sind am Esstisch und sie können nicht anders, als es raushängen zu lassen.
Benny Und diese Leute, die kriegen halt sehr viel ihren Wert durch ihren Status.
Benny Und das merkt man ja auch voll durch heutzutage Instagram, TikTok,
Benny all diese Social Media Plattformen, wo Jugendliche draufgehen,
Benny die kriegen ihren Wert so stark von dem, wie viel Anerkennung sie kriegen.
Benny Und wenn sie keine Anerkennung kriegen, dann brechen sie auf einmal zusammen. Oder wenn.
Benny Manche Mädels trauen sich nicht, ohne Make-up aus dem Haus zu gehen,
Benny weil sie sich hässlich fühlen.
Benny Und das ist voll traurig, weil sie ihre wahre Schönheit der Welt quasi voranhalten.
Benny Und ich finde das so krass, weil wir in einer Gesellschaft leben,
Benny die so den Wert verdreht hat von Menschen.
Benny Ja, ich finde das so, ich meine, du bist ja auch, du bist ja Vater.
Benny Wie ist es so für dich, wenn du jetzt an unsere Gesellschaft denkst,
Benny wo du merkst, dass es sehr leistungsgetrieben, aber auch,
Benny aussehengetrieben und akademisch getrieben, was ist so dein oder von euch jetzt,
Benny von Nicole und dir, so euer Wunsch für eure Tochter, ist es so,
Benny dass ihr sagt, hey, wir wollen frei von Expectation im Sinne von, hey,
Benny du musst nicht akademisch sein, aber auch wollt ihr sie schützen vor dem,
Benny wie Social Media sagt, so muss eine Frau aussehen, weißt du?
Benny Wie ist so, vielleicht kannst du ein bisschen was dazu sagen.
Kai Also,
Kai Ich erwarte weder von unserer Tochter noch von unserem Sohn,
Kai dass sie studieren werden.
Kai Also ob sie das machen oder nicht, darüber denke ich nicht nach.
Kai Natürlich, wenn sie mal darauf zusteuern, dann klar wird man da natürlich als
Kai Eltern mehr daran denken.
Kai Aber für mich ist wichtig, dass sie das, was sie mal machen,
Kai dass sie das mit Freude machen, dass sie in dem drin sind, wozu Gott sie übergabt hat.
Kai Und das größte Anliegen ist mir wirklich, dass sie frühzeitig,
Kai und dafür beten wir auch immer wieder, dass sie frühzeitig Jesus wirklich persönlich kennenlernen.
Kai Und damit meine ich nicht nur, dass sie Jesus ihr Leben übergeben,
Kai was natürlich wichtig ist und fundamental wichtig ist, aber dass Jesus sich
Kai ihnen persönlich offenbart, so wie er sich dir offenbart hat,
Kai so wie er sich mir in manchen Punkten einfach in einer Weise offenbart hat,
Kai sodass es ein Feuer in mir einfach angezündet hat.
Kai Das ist das, wofür wir beten. Und das ist mir das Wichtigste,
Kai dass sie Jesus im Herzen tragen werden, dass sie ihn lieben werden,
Kai dass sie ihn wirklich kennen werden.
Kai Also dass sie ihn persönlich kennen werden. Nicht nur aus Predigten,
Kai nicht nur aus Gemeindealltag, aus dem, was sie sehen oder erleben,
Kai sondern dass sie aus eigenen Erfahrungen sagen können, ich kenne Jesus und ich
Kai weiß, wer er ist und ich trage ihn in mir und ich will mit ihm leben und ich
Kai liebe ihn von ganzem Herzen.
Kai Das ist das, was mir für unsere Kinder am allerwichtigsten ist.
Kai Und was sie dann mal beruflich machen, ist natürlich nicht unwichtig,
Kai aber ist für mich wirklich zweitrangig. ähm
Kai Ja, genau. Und so zu diesem Thema, das Schönheitsideal, also gerade für Frauen
Kai und so weiter und diese Herausforderungen.
Kai Also es ist ganz interessant, weil Nicole erzählt mir das immer wieder mal,
Kai weil darüber redet unsere Tochter natürlich eher mit Nicole als mit mir.
Kai Aber so dieses, was sie anzieht und was man mit Fingernägeln als Frau alles
Kai machen kann und so weiter, ja, darüber redet sie und darüber spricht sie,
Kai ja, auch schon in diesem jungen Alter.
Kai Wie hat es sie? Sie ist sechs. Sie wird sieben bald. Sie wird demnächst sieben.
Kai Und ich finde das schon krass, wie früh das losgeht.
Kai Einerseits denke ich, hat es sein Gutes, weil sie ist ein Mädchen und so hat
Kai Gott sie gemacht. Und es ist auch gesund, dass sie über diese Dinge nachdenkt
Kai und dass ihr das nicht unwichtig ist.
Kai Aber mir ist ganz wichtig, dass sie weiß, dass sie hübsch ist, so wie sie ist.
Kai Völlig unabhängig davon, was sie anhat. Völlig unabhängig davon,
Kai ob sie sich geschminkt hat oder nicht.
Kai Beziehungsweise, dass sie umso mehr weiß, dass sie hübsch ist ohne jede Schminke.
Kai Und dass sie das in sich trägt. Und dass sie, wenn sie mal irgendwann sich schminken
Kai wird, dass sie das in der Freiheit tut.
Kai Aber nicht aus Sorge davor, sie würde nicht irgendwie geliebt oder angenommen
Kai werden. Also das ist mir ganz wichtig, ihr das mitzugeben. Oder es ist uns wichtig, ihr das mitzugeben.
Kai Natürlich sind wir jetzt nicht auf dem Standpunkt, dass sie,
Kai keine Ahnung, bis sie mal 18 ist, nie wird einen Ohrring haben dürfen.
Kai Ich spitze es mal ein bisschen zu.
Kai Aber was sie wann dürfen wird, ist absolut ein Thema. Und das einzig und allein, um sie zu schützen.
Kai Und sie nicht zu schnell durch die Gesellschaft in eine Richtung ziehen zu lassen,
Kai wo so viele Frauen sind und auch sehr unglücklich sind.
Benny Und ja,
Benny Wie navigiert ihr so das Thema, die Standards, die jetzt unsere Gesellschaft
Benny trägt, zum Vergleich zu dem, wie die Bibel ganz klar ist?
Benny Also es ist dann so, dass ihr jetzt proaktiv sagt, hey, du wirst in der Schule
Benny dies und jenes hören, aber pass auf, die Wahrheit aus der Bibel ist das.
Benny Und das sind ja auch so Sachen einfach, jeder Elternteil macht das anders,
Benny du und ich, wir sind ein bisschen länger vor mir, aber wir sind aufgewachsen
Benny im letzten Jahrhundert vor dem es Brokenness gab,
Benny ja und deswegen unsere Eltern mussten,
Benny uns diese Sachen nicht vorher sagen, weil bei uns war das nicht so,
Benny dass ich bin 2000 eingeschult worden.
Benny Im Jahr 2000 hat niemand daran gezweifelt, dass es nur zwei Geschlechter gibt.
Benny Und weißt du, ich meine, deswegen frage ich mich so, wie jetzt älter zu sein, ist ja tough.
Benny Und ich meine, ist das so, wo du sagst, hey, du Nicole, ihr redet darüber,
Benny wie ihr das navigieren werdet oder tut ihr eurer Kinder du musst es nicht sagen,
Benny wenn du nicht willst. Ich meine, das ist mit aufgenommen. Deswegen.
Benny Ist es so, dass ihr vorher sagt, hey, wir müssen das proaktiv machen oder wir
Benny nehmen es, wie es kommt und so.
Kai Ähm,
Kai Also proaktiv in gewissen Punkten auf jeden Fall. Wir nehmen,
Kai wie es kommt, nur bedingt.
Kai Also wir steuern natürlich schon bewusst, aber wir machen das jetzt auch nicht
Kai unentwegt und am laufenden Meter.
Kai Weil das ist zumindest unsere Haltung aktuell.
Kai Ich meine, wir als Eltern, wir wachsen auch konstant mit.
Kai Das habe ich sehr früh dann als Papa gelernt.
Kai Dass es nicht nur um Wachstum bei den Kindern geht, sondern bei den Eltern genauso.
Kai Genau, also wir steuern natürlich, aber wir möchten Kinder auch nicht konstant
Kai mit diesen Themen aktiv adressieren und sagen, du hör mal, jetzt muss ich dir
Kai das sagen, jetzt muss ich dir das sagen, jetzt muss ich dir das sagen,
Kai weil wir sie natürlich auch nicht überfordern wollen, sondern sie sollen auch
Kai Kind sein dürfen, sie sollen nicht überfordert werden.
Kai Ich finde, unsere Tochter versteht schon ziemlich viel, wo es um Glaubensdinge geht.
Kai Sie hat mich jetzt erst diese Tage Fragen gestellt, wo ich denke,
Kai meine Güte, das hast du schon verstanden.
Kai Das sind Fragen, die sie mir stellt. Da habe ich jetzt als Erwachsener,
Kai als Christ, der ich seit 22, also seit 25 Jahren wirklich ernsthaft mit Jesus
Kai gehe, da habe ich selber keine Antwort drauf.
Kai Immer noch nicht und werde ich vielleicht auch nie haben, solange ich auf dieser
Kai Erde bin. Und diese Frage stellt sie jetzt schon. Das ist echt krass.
Kai Also das finde ich einerseits ein Segen, auf der anderen Seite,
Kai wie gesagt, ist auch eine gewisse Umsicht einfach auch wichtig.
Kai Und man muss auch sehen, was für ein Kind hat Gott mir auch anvertraut.
Kai Was für ein Wesen, was für ein Charakter, was kann ich meinem Kind schon anvertrauen,
Kai was kann ich schon erwarten, was ist vielleicht eher noch eine Überforderung.
Kai Aber wir haben nicht umsonst unsere Tochter auf eine christliche Schule gegeben jetzt.
Kai Und das ist etwas, was Gott uns ganz deutlich gemacht hat. Also das war für
Kai uns durchaus ein Thema, dass das mal vielleicht sein könnte,
Kai aber zu dem Zeitpunkt, als sie drei Jahre alt war, das sind jetzt dreieinhalb Jahre her,
Kai hat Gott über einen längeren Zeitraum sehr deutlich zu uns gesprochen,
Kai dass das für sie der Weg ist.
Kai Und wir hätten nicht damit gerechnet, dass Gott so früh das so deutlich macht.
Kai Aber da bin ich auch in einer gewissen Entspannung und auch in einem Vertrauen,
Kai dass Gott uns auch auf Dinge, die da für unsere Kinder relevant sind, auch hinweisen wird.
Kai Ich bin nicht so auf dem Standpunkt, dass ich sage, ich lege mich zurück und
Kai verschränke die Arme und Gott wird es schon machen.
Kai Wir haben unseren Teil und Gebet ist ganz zentral. Super wichtig.
Kai Das haben wir fokussiert und da gibt es feste Tage für uns, wo wir ganz gezielt
Kai für bestimmte Tage, wir beten auch so für die Kinder natürlich,
Kai aber es gibt definierte Tage für uns im Monat, wo wir ganz gezielt in diese Themen reinbeten.
Benny Ja, eine,
Benny um das mal ein bisschen in die weitere Richtung zum Glauben nochmal zu lenken,
Benny wenn du jetzt gerade schon, wie du sagtest, jetzt 25 Jahre im Glauben bist,
Benny deine Glaubensreise hat ja so mit 14, hast du gesagt, 13 angefangen und mit
Benny 22 hast du dich nochmal so bekehrt. Kannst erzähl mal so ein bisschen so,
Benny Was ich, also was quasi, worauf ich hinaus will, ist, von dem einem christlichen
Benny Elternhaus oder von Werten als Kind zu hören,
Benny zu einer persönlichen Begegnung mit Gott, diesen Prozess sozusagen und was es
Benny am Ende dann bedeutet hat, diesen, vielleicht kannst du so anfangen,
Benny chronologisch vielleicht.
Kai Ja, es fängt damit an, dass ich nie daran gezweifelt habe, dass es Jesus gibt,
Kai weil das habe ich so zuhause gehört und mitbekommen.
Kai Ich weiß nicht mehr genau, wie das kam, aber mit 12, 13 war nicht so,
Kai sondern dieses Gebet, was ich meiner
Kai Mutter hatte, wo ich Jesus mein Leben gegeben habe, da war ich 8 oder 9.
Benny Stimmt, hast du gesagt. Kein Thema.
Kai Und daran erinnere ich mich. Und ich wollte das offensichtlich.
Kai Also ich bin von mir aus auf meine Eltern zugegangen und habe gesagt, ich will das.
Kai Also ich muss das irgendwie mitgekriegt haben durch das Christsein meiner Eltern,
Kai dass das möglich ist, sage ich mal.
Kai Und ich erinnere mich an das Gebet heute noch. Und ich glaube auch,
Kai dass zu dem Zeitpunkt Jesus in mein Herz reingekommen ist. Also ich glaube auch,
Kai dass ich in dem Moment auch wirklich gerettet war.
Kai Natürlich war mein Verständnis davon, wer Jesus ist und was alles christlicher
Kai Glaube bedeutet, natürlich längst nicht das, was es heute ist.
Kai Aber ich glaube, Jesus sieht das Herz und ich wollte das. Und ich glaube,
Kai da ist er auch in mein Herz reingekommen.
Kai Aber klar, ich habe als Jugendlicher nicht unbedingt so gelebt,
Kai wie es die Bibel sagt. Ich habe schon auch etwas über die Stränge geschlagen.
Kai Ich nenne nur das Thema Alkohol. Da habe ich mich auch nicht mit rumbekleckert.
Kai Aber das Interessante war, ich habe in dieser Zeit, wo ich bewusst auch Dinge
Kai getan habe, also wirklich bewusst von denen ich wusste, dass sie Gott nicht gefallen.
Kai Ich wusste, ich werde irgendwann auf jeden Fall zu ihm zurückkehren.
Kai Das wusste ich. Ich wusste auch, ich werde mal glücklich verheiratet sein.
Kai Also das sind Dinge, die hatte ich irgendwie tief in meinem Herzen drin.
Kai Und dann würde ich sagen, hat sich ein bisschen was verändert zu dem Zeitpunkt,
Kai als ich von zu Hause ausgezogen bin.
Kai Da war ich 20 und zu dem Zeitpunkt, wie gesagt, war Glaube für mich eher Randerscheinung
Kai und Randnotiz und ich habe das eher sehr passiv alles gelebt.
Kai Aber als ich ausgezogen bin, wusste ich, okay, wie mache ich das jetzt mit dem
Kai Glauben und mit Jesus und mit dem Christsein und so. Und ich wusste,
Kai ja, das ist mir schon wichtig.
Kai Ich will auch jetzt, wenn ich nicht mehr zu Hause wohne, schon auch noch da
Kai einen Bezug zu haben. Also ich bin an der Uni, ich bin eine Weile zu Campus
Kai für Christus gegangen, ich bin aber lange ein Mitläufer gewesen,
Kai ehrlich gesagt, und habe es nur gemacht zu meiner Gewissensberuhigung.
Kai Und dann kam eben der Januar 2001, das war der 6.
Kai Januar, wo ich diese Entscheidung dann für Jesus bekräftigt habe.
Kai Im Grunde war es ein evangelistisches Seminar, auf dem ich war,
Kai sehr akademisch aufgebaut, was mir aber zu dem Zeitpunkt, glaube ich, sehr geholfen hat.
Kai Es hat mich abgeholt einfach auf dieser verkopften akademischen Ebene,
Kai aber wo ganz klar über mehrere Tage wirklich auf Jesus hingeführt wurde und
Kai auf Lebensübergabe und auch Sündenbekenntnis und Sündenvergebung und wirklich
Kai Lebensveränderung, Lebenswandel. Also das war sehr umfassend.
Kai Und ich wusste, worauf ich mich einlasse, als ich diese Entscheidung für Jesus
Kai festgemacht habe. Ich wusste, dass es eine Veränderung bedeutet.
Kai Und ich wusste, dass es auch mit Herausforderungen verbunden sein wird.
Kai Das gesamte Spektrum habe ich auch da nicht überblickt. Ich meine, wir alle sind Lernende.
Kai Aber dann habe ich da meine Entscheidung für Jesus festgemacht.
Kai Genau, da war ich 22 und du meinst jetzt auch so ein bisschen,
Kai wie sich das dann noch insgesamt der ganze Glaubensweg sich weiterentwickelt hat?
Benny Ich finde einfach, wie bist du zu einer persönlichen Begegnung mit Gott?
Benny Weißt du, man hört ja viel in der Kirche.
Benny Man hört und was ich halt gerne will, ist halt einfach jemand,
Benny der vielleicht zuhört oder zuschaut und der lange in die Kirche geht.
Benny Und das einfach auch einfach wissen, wer Jesus hat, aber nicht diese Begegnung.
Kai Das Persönliche. Element.
Kai Also der Punkt ist, als ich mit 22. am 6.
Kai Januar 2001 die Entscheidung für Jesus festgemacht habe, Fakt ist,
Kai dass für mich danach erstmal eine schwierige Zeit kam.
Kai Was ich ganz klar im Kontext von Anfechtung sehe. Auch damals schon durchaus
Kai in dem Kontext gesehen habe.
Kai Und da war mit persönlicher Begegnung mit Jesus noch nicht so viel.
Kai Und dann bin ich ein Dreivierteljahr später, das war im Oktober 2001,
Kai bin ich auch wieder auf ein Seminar gefahren, von dem gleichen Veranstalter,
Kai ein weiterführendes Seminar. Und
Kai Da bin ich wirklich, also da gab es einfach auch die Möglichkeit,
Kai dass man für sich beten lässt, dass man zu jemandem geht, dem man vertraut,
Kai wo man in die Seelsorge auch gehen kann, vielleicht um irgendwas loszuwerden,
Kai um Vergebung zugesprochen zu bekommen oder einfach auch mit bestimmten Anliegen vielleicht.
Kai Und ich bin da wirklich auf dieses Seminar gefahren und bin,
Kai ich weiß auch noch, wer das war, zu wem ich da gegangen bin und habe da unter
Kai anderem einfach darum gebeten, er soll doch für mich beten, dass ich anderen
Kai von Jesus erzählen kann.
Kai Und das weiß ich auf jeden Fall, dass ich diese Bitte hatte,
Kai ob ich jetzt so konkret so Bitten hatte, dass Jesus mir da persönlicher begegnet
Kai oder so, das weiß ich gar nicht so genau, aber ich glaube, es war primär so
Kai dieses, ja, von Jesus auch berichten können und Ähm,
Kai und was danach kam, also
Kai Die Monate danach waren wirklich dieser Game-Changer für mich.
Kai Also Gott hat dieses Gebet einfach erhört. Er hat mir Möglichkeiten gegeben,
Kai über meinen Glauben zu reden.
Kai Aber diese Möglichkeiten, finde
Kai ich, kamen erst, nachdem ich persönliche Begegnungen mit Jesus hatte.
Kai Und ich kann das gar nicht so, also ich versuche mal so ein bisschen zu beschreiben,
Kai wie diese persönlichen Begegnungen kamen.
Kai Es sind teilweise Bibelferse gewesen, die ich gelesen habe, die so krass in
Kai meine Situation reingesprochen haben, dass ich genau wusste,
Kai das ist jetzt ein Wort Gottes für mich in dieser Situation.
Kai Ich kann das gar nicht so genau beschreiben. Das kann vielleicht nur jeder nachvollziehen,
Kai der selber eine persönliche Begegnung mit Jesus gehabt hat.
Kai Aber das geht so tief, also das geht so in dein Innerstes rein,
Kai dass du einfach weißt, okay, Gott hat mir hier gerade was gegeben, was super wertvoll ist.
Kai Es sind aber auch emotionale Erlebnisse wirklich gewesen.
Kai Ich habe einfach auch die Nähe von Jesus einfach gespürt, immer wieder im Gebet, im Lobpreis.
Kai Lobpreis war für mich ein ganz
Kai zentrales Element. Jetzt, wo ich darüber rede, fällt es mir wieder ein.
Kai Lobpreis war für mich ganz zentral. Das hat mich auch sehr auf dieser emotionalen
Kai Schiene abgeruht. Hören oder machen?
Kai Eher hören. Machen weniger.
Kai Aber vor allem hören.
Benny Das heißt zu Hause einfach Lobpreis an der Autofahrung?
Kai Zu Hause oder auch im Gottesdienst. Also auch in Gottesdiensten,
Kai in die ich gegangen bin nach diesem Seminar. Ich bin damals in eine Gemeinde
Kai in Wiesbaden regelmäßig gegangen.
Kai Und das war prägend für mich. Also das war einfach Gegenwart Gottes.
Kai Das war einfach spürbar. Ich hatte es greifen können. Ich wusste, er ist da.
Kai Ich wusste, er meint mich. Und ich wusste, es geht um mich persönlich und dass
Kai da einfach eine Liebe von Gott ist für mich.
Kai Dass Gott nicht einfach auch nur jemand ist, der, keine Ahnung,
Kai auf mich guckt, macht da alles richtig und der auch rein verstandesgetrieben
Kai ist, sondern nein, dass es ein Gott ist, der Beziehung sucht.
Kai Also das war für mich eigentlich so dieses, wenn ich was mit Jesus persönlich
Kai wirklich erlebt habe, wirklich in diesen ersten Jahren war es so dieses,
Kai meine Güte, dieser Gott, der will mit mir Beziehung haben.
Kai Der will wirklich mit mir Beziehung haben. Der will mit mir reden.
Kai Das hat mich völlig geflasht. Und das hat mich wirklich umgekrempelt.
Kai Und dass es eben auch die emotionale Ebene mit einschließen darf.
Kai Also ich glaube wirklich, dass Gott Anfang oder Jesus wirklich ganz speziell Jesus war.
Kai Es waren wirklich ganz zentrale Jesus-Erfahrungen in den ersten zwei Jahren,
Kai würde ich sagen. Vor allem in den ersten zwei Jahren.
Kai Wo er mich immer wieder auf der emotionalen Ebene abgeholt hat.
Kai Und wo ich einfach seine Nähe wahrgenommen habe.
Kai Wo ich einfach seine Liebe wahrgenommen habe. Wo Dinge in mir heil geworden sind.
Kai Genau. Und in den Folgejahren hat sich schon ein bisschen verändert.
Kai Ich habe irgendwann gemerkt, und das war für mich kein einfacher Prozess,
Kai wo Gott mir deutlich gemacht hat, es ist wichtig jetzt für dich,
Kai Kai, dass du an Tiefe gewinnst und dass diese Bedeutung der Emotionen wieder etwas kleiner wird.
Kai Das habe ich am Anfang nicht so realisieren wollen und ich habe versucht,
Kai dem aus dem Weg zu gehen. Ich habe versucht, diese Emotionen wieder herzuholen.
Kai Und das hat nicht funktioniert weil Gott ist ja kein Automat er ist eine Person
Kai Und das war nicht so einfach aber das war ganz wichtig und das hat mich sehr
Kai in die Tiefe geführt und in diesen und dann waren es persönliche Begegnungen
Kai mit Jesus ich habe vorhin kurz angerissen die schwierigste Phase,
Kai die ich in meinem Leben hatte die ist ungefähr vor 20 Jahren gewesen
Kai und das war einfach so ich habe das auch vereinzelt schon mal in der Predigt
Kai in der Gemeinde erzählt, mein damals bester Freund, der auch Christ war mit
Kai dem ich alles geteilt habe der ist bei einem Unfall von einem Tag auf den anderen ums Leben gekommen
Kai und das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen das war super krass das war 2003 und ich
Kai Ja, und dann kam wirklich eine schwierige Phase, die ich so nicht nochmal machen
Kai möchte, aber wo Gott so viel verändert hat in mir und wo ich angefangen habe,
Kai ganz anders zu beten auch, ernsthaft zu beten und auch in dem Wissen oder auch
Kai immer mehr in dem Realisieren, dass Gott meine Gebete wirklich hört und dass
Kai er sie ernst nimmt, so wie ich sie bete.
Kai Es gibt ja diesen Ausspruch, manche Gebete sind gefährlich. Gefährlich finde
Kai ich ein bisschen schwierig, so als Formulierung oder als Adjektiv,
Kai aber ich glaube, der eine oder andere, der das vielleicht hören oder sehen wird,
Kai der wird vielleicht verstehen, was ich mache.
Benny Ja, sowas wie Gott schickt mir Geduld. Ja, zum Beispiel.
Kai Oder Gebete, die einfach eine Tragweite haben. Oder keine Ahnung.
Kai Gott, ich bin bereit, dieses oder jenes für dich zu tun. Genau.
Kai Und was ich noch sagen wollte, ist, in dieser schwierigen Phase,
Kai die ich hatte, ich hatte jemanden, an den ich mich wenden konnte,
Kai einen Bruder im Herrn, der zu dem Zeitpunkt verheiratet war,
Kai vier Kinder, der stand im Leben, der war ungefähr so allzu dem Zeitpunkt, wie ich jetzt bin.
Kai Und der hat mich so treu einfach in dieser Zeit begleitet. Ich habe ihm jetzt
Kai auch zu Weihnachten geschrieben, eine Karte, weil ich bin immer wieder,
Kai wenn ich an ihn denke, so dankbar, dass der einfach so unspektakulär, der war unaufgeregt.
Kai Der hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen durch meine Schwierigkeiten.
Kai Und das hat mir so geholfen.
Benny Von Dr. Kai oder nur Kai? Die Postkarte, die du ihm geschrieben hast.
Kai Ach so, äh, gute Frage. Es könnte sein, Doktor Kai. Er ist selber ein Doktor,
Kai keine Ahnung, ob es damit zusammenhängt, aber genau.
Kai Auf jeden Fall war ich dafür super dankbar. Aber es gab Tage,
Kai da habe ich ihn angerufen abends.
Kai Und also gefühlt war bei mir lichterloh, hat es gebrannt, weil es mir so schlecht
Kai ging. Und ich habe ihn nicht erreicht.
Kai Und Gott hat diese Momente zugelassen, um mich in die Tiefe zu führen.
Kai Und mich auch nicht zu sehr wieder von Geschwistern abhängig zu machen.
Kai Ich will Ihnen nicht falsch verstanden werden.
Kai Gemeinschaft ist super wichtig, die Gemeinschaft der Heiligen,
Kai Geschwister sind super wichtig, aber es gibt Prozesse im Leben,
Kai wo Gott Dinge mit dir alleine machen will.
Kai Und das kann hart sein, aber es ist super wichtig. Und ich habe dann,
Kai in solchen Momenten bin ich häufig abends rausgegangen und ich bin einfach in
Kai der Nachbarschaft spazieren gegangen und habe einfach meine Not bei Jesus gelassen.
Kai Und irgendwann kam der Zeitpunkt, das habe ich regelmäßig gehabt,
Kai so vielleicht nach der halben, dreiviertel Stunde, manchmal erst nach einer
Kai Stunde. und ich habe so krass die Gegendwart Gottes plötzlich wahrgenommen.
Kai Und ich habe einfach gemerkt, er ist da, er ist souverän, er ist so erhaben
Kai über all den Schwierigkeiten und den Problemen und das hat mir eine Tiefe gegeben.
Kai Und das hat auch eine ganz andere Art von persönlicher Offenbarung,
Kai die ich da von Gott bekommen habe.
Kai Und das war auch dann so eine Zeit, wo ich auch mehr dann, Schritt für Schritt
Kai glaube ich, dahin gekommen bin, wo Gott sich mir auch mehr als Vater offenbart hat.
Kai Aber das ist ein anderes Thema. Kann ich auch gerne was zu sagen, aber genau.
Benny Und wenn ich dich jetzt so richtig verstehe, ist es so, dass du durch die,
Benny Dass deine persönliche Begegnung mit Jesus kam, zum einen durch eine schwere Zeit.
Benny Auch, ja. Also zum einen eine schwere Zeit, wo du einen Zerbruch erfahren hast.
Benny Zerbruch für die, die nicht gläubig sind, heißt einfach, wo man emotional zerbricht,
Benny wo man einfach alles, was man hinter Festungen lässt, losgelöst wird.
Benny Und dann ist es so, wenn ich dich verstehe, dass du auch am Lobpreis in der
Benny Gemeinde mitgesungen hast oder gehört hast, zu Hause Lobpreis gehört hast und
Benny einfach angefangen hast, Bibel zu lesen und dann hat Gott in eine Situation reingesprochen.
Benny Das war so dein persönlicher Weg mit Jesus und wenn du jetzt so zurückschaust,
Benny dann hast du jetzt einen großen Bereich an Erfahrungen mit Jesus gehabt, würde ich sagen.
Benny Und jetzt siehst du jemanden, vielleicht einen Akademiker wie du,
Benny der am Anfang meinem Leben mit Gott steht oder zweifelt mit Gott und er fragt sich,
Benny Wie kann ich in meinem akademischen Verstand eine nicht spürbare Kraft erleben?
Benny Also ich meine, nicht für ihn nicht spürbar. Gott ist ja absolut erlebbar.
Benny Aber er in seinem Bereich denkt vielleicht, er hat Gott noch nie erlebt.
Benny Oder Gott ist so abstrakt.
Benny Ich glaube, dass es einfach Akademiker gibt, wo der Verstand im Weg ist.
Benny Und ich glaube, du hast da vielleicht auch eine Möglichkeit reinzusprechen,
Benny für die, die es jetzt hören oder zuschauen.
Benny Hast du sowas, wie würdest du sagen, du hast ja wissenschaftliche Erfahrungen und wie...
Benny Was könntest du zu diesen Menschen sagen, die vielleicht sich die Frage stellen,
Benny wie versteht es, dass du das erlebst, aber wie kann ich auch sowas erleben?
Benny Kannst du einen Tipp geben, du kannst Beispiel sagen, wie du es gemacht hast?
Kai Also, ich habe ja schon gesagt, für mich war am Anfang, aber das ist etwas,
Kai worum ich nicht jetzt so konkret unbedingt gebeten hatte, sondern das ist für
Kai mich wirklich ein gnädiges Eingreifen Gottes einfach gewesen.
Kai Und ich glaube, dass mir das bis heute einfach sehr hilft. Und Gott wusste wahrscheinlich
Kai auch, warum es so wichtig ist, dass das so wichtig ist für mich.
Kai Einfach diese Momente, wo Jesus mich so auf der emotionalen Ebene abgeholt hat.
Kai Weil ich war bis dahin in meinem Leben, das war alles total,
Kai also beidesgehend würde ich sagen, aber das war das Verstandesgetrieben.
Kai Ich war Akademiker und ich schaue, dass ich die Dinge durchdringe und verstehe
Kai und analysiere und mir daraus einen Vorteil mache und so weiter.
Kai Aber ich habe das dann ganz stark, wirklich gerade in den ersten Monaten oder
Kai ersten zwei Jahren, immer wieder erfahren, dass gerade auf dieser emotionalen
Kai Ebene mir Jesus einfach ganz, ganz stark begegnet ist.
Kai Ich meine, dafür kann man natürlich bitten, darum kann man bitten.
Kai Ich habe jetzt gar nicht so viel darum gebeten, würde ich sagen.
Kai Gott hat mir das, glaube ich, einfach geschenkt.
Kai Was kann man tun, um in diese persönliche Offenbarung reinzukommen?
Kai Also ich denke, es fängt einfach damit an, dass man darum bittet.
Kai Wie diese persönliche Offenbarung dann aussieht, das ist individuell auch verschieden.
Kai Ich kann gerne von dem, was ich erlebt habe, erzählen, aber das heißt ja nicht,
Kai dass es bei einem anderen Akademiker genauso sein wird.
Kai Jeder ist einzigartig von Gott. Die Art und Weise, wie Gott sich jedem Einzelnen
Kai offenbaren will, ist einzigartig. Und das ist auch wunderbar so.
Kai Natürlich können wir voneinander lernen. Natürlich gibt es Erfahrungen,
Kai die ähnlich sind, die vielleicht sehr ähnlich sind, die man macht.
Kai Was kann ich als Tipp geben? Wirklich darum bitten, dass Jesus sich persönlich zeigt.
Kai Das kann ja zum Beispiel auch einfach in Gedanken geschehen.
Kai Ich habe das auch immer wieder erlebt, dass ich so, sei es im Gebet oder auch
Kai teilweise gar nicht im Gebet, plötzlich wie so ein Wort im Ohr habe.
Kai Und das ist so klar, das ist so deutlich.
Kai Ich höre das zwar jetzt nicht akustisch, so wie ich dich höre,
Kai wenn du redest, aber das ist so deutlich in meinem Ohr.
Kai Das ist für mich auch persönliche Offenbarung. Wenn Gott mir irgendwie plötzlich
Kai sagt, ich liebe dich oder bleib in meiner Liebe.
Kai Also wenn ich das so klar höre, das hat auch was mit persönlicher Offenbarung.
Kai Ich denke, es gibt unterschiedliche Ebenen. Das kann die emotionale Ebene sein.
Kai Vielleicht ist es hilfreich, mit anderen Geschwistern, anderen Gläubigen zusammen
Kai zu beten, alleine mit anderen Gläubigen zusammen zu kommen.
Kai Der Lobpreis, also für mich war der Lobpreis am Anfang auch ganz wichtig.
Kai Also wirklich, insofern würde ich ermutigen, in Gottesdienste wirklich zu gehen.
Benny Ja, nicht alleine sein, finde ich wichtig.
Kai Wichtig, genau, in Gottesdienste zu gehen, nicht alleine sein.
Kai Und Lobpreis ist definitiv nicht das einzige Element, das Gott benutzt,
Kai um seine Gegenwart zu zeigen und sich persönlich zu offenbaren.
Kai Aber ich glaube, es ist ein wesentliches Element. Die Bibel sagt,
Kai der Herr wohnt in den Lobgesängen seines Volkes und das macht deutlich,
Kai dass er da präsent ist, wo er angebetet wird, wo Lieder zu ihm hin gesungen werden.
Kai Und ich glaube, wenn ich da hinkomme, wenn ich da regelmäßig bin und ich bringe
Kai Jesus diese Bitte, zeige dich mir persönlich, dann ist allein die Gemeinschaft
Kai mit Christen und der Lobpreis ist zumindest eine Möglichkeit.
Kai Sicherlich nicht die einzige, aber eine, die für mich persönlich sehr wichtig war.
Benny Wie, oder anders gesagt, du hast vorhin erzählt, dass du auch einen Verlust
Benny erlebt hattest, was dir relativ den Boden und den Füßen weggehauen hat.
Benny Wie hast du diese Zeit, du hattest jemanden, der dir geholfen hat, hast du gesagt,
Benny dem du jetzt auch an Weihnachten geschrieben hast,
Benny aber wenn es diese One-on-One-Time mit Gott war, mit Jesus war,
Benny wie bist du mit dem Trauer umgegangen? Ich glaube, das ist auch voll ein besonderes
Benny Thema, weil Trauer auch so eine Sache ist, wo Leute echt voll,
Benny die,
Benny Kirche ist das falsche Wort, Menschen in der Kirche manchmal sehr unsensibel damit umgehen.
Benny Ich rede jetzt nicht von unserer Gemeinde, sondern ich rede jetzt allgemein.
Benny Einfach, genau.
Kai Ähm, wie bin ich damit umgegangen? Ähm...
Kai Also ich glaube, was für mich ganz wichtig war, so wie wir das auch in den Psalmen,
Kai gerade bei David auch immer wieder lesen, vor Gott das Herz auszuschütten.
Kai Ehrlich zu sein vor Gott. Ihm die Dinge zu sagen.
Kai Kein Blatt vor den Mund zu nehmen und nicht zu meinen, ich muss da jetzt noch
Kai irgendwie Gott was beweisen oder muss da
Kai noch was erbringen oder muss ihn zufriedenstellen oder was weiß ich was.
Kai Nein, mit der Not, wirklich so wie sie ist, zu Gott zu kommen und ihm das hinzuhalten.
Kai Vor Gott darf ich auch schreien oder heulen oder wie auch immer. Gott kommt damit klar.
Kai Wichtig ist natürlich die Herzenshaltung irgendwo. Das habe ich auch gemerkt.
Kai Das war für mich auch ein ganz wesentlicher Punkt in dieser Zeit der Trauer
Kai und des Kampfes und des Schmerzes und der Unsicherheit.
Kai Dass ich schon immer wieder damit auch gerungen habe, von Gott nicht enttäuscht
Kai zu sein. Warum hat er das alles zugelassen?
Kai Warum bin ich jetzt in dieser Phase? Warum muss ich da durchgehen?
Kai Ich habe damit gerungen, immer wieder mal, dass ich Gott Vorgriffe eigentlich
Kai gemacht habe. Teilweise lief das so unbewusst, das war so in meinem Herzen.
Kai Und irgendwann kam ab der Punkt, dass ich es gemerkt habe und gemerkt habe, das ist eine Sackgasse.
Kai Das bringt mich nicht weiter. So hart es auch ist.
Kai Ich habe einfach auch immer wieder entschieden, ich werde Gott nicht anklagen,
Kai ich werde nicht auf ihn sauer sein,
Kai sondern meine Not, auch meine Not in meiner Beziehung zu ihm,
Kai weil ich ihn nicht verstehe, wie er gerade mit mir umgeht, ihm das zu sagen.
Kai Und das immer wieder an ihn abzugeben.
Kai Und auch zu sagen, ich kann mich da auch an ein Telefonat mit meiner Mutter
Kai in dieser Zeit erinnern, die auch irgendwann dann sagte, du,
Kai Es geht jetzt darum, dass du vertraust. Und manchmal ist es genau das,
Kai glaube ich, wo Gott uns hinführen möchte. Vertrau. Ja. Vertrau.
Kai Aber ich denke, die Gemeinschaft mit anderen Christen war trotzdem auch ganz wichtig.
Kai Also ich bin sehr dankbar, dass ich so schwierig die Zeit damals war.
Kai Und natürlich war ich irgendwie auch verletzt. Ich war unsicher.
Kai Ich habe auch Geschwister und anderen Gläubigen nicht mehr so vertraut wie vorher.
Kai Ich habe mich ein Stück weit isoliert, aus Selbstschutz wahrscheinlich.
Kai Ich wollte mich einfach schützen vor weiteren Schwierigkeiten,
Kai vor weiteren Enttäuschungen, vor weiteren Schmerzen. Aber ich habe nie aufgehört, in Gemeinde zu gehen.
Kai Und das war eine ganze Weile, also wahrscheinlich mal mindestens ein Jahr,
Kai wenn nicht zwei, wo ich wirklich rein aus dem Wissen, dass ich die Gemeinschaft
Kai brauche, sonntags in den Gottesdienst gegangen bin.
Kai Und nicht unbedingt, weil ich unbedingt wollte oder weil ich mich so gefreut
Kai habe auf die Gemeinschaft oder weil ich mich so gefreut habe auf den Lobpreis,
Kai sondern das war wirklich eine Verstandessache.
Kai Und da ist es eben wichtig, und ich will gar nicht sagen, dass das unbedingt
Kai leicht ist, mir ist es auch nicht leicht gefallen, aber da ist es wirklich wichtig,
Kai dann das Wort Gottes über deine Emotionen regieren zu lassen.
Kai Also so schwierig das auch ist, aber dann die Emotionen hinten anzustellen,
Kai zu sagen, so verletzt ich auch bin, so unsicher ich auch bin,
Kai aber ich weiß, dass das wichtig ist für mich und ich weiß, dass es mir nicht
Kai gut tun wird, wenn ich mich isolieren werde und ich werde weitergehen.
Kai Und ich werde gehen, bis es sich verändern wird und bis es sich verbessern wird.
Kai Und das kam dann auch. ja.
Kai Also das war schon auch wichtig, um mit der Trauer umzugehen.
Kai Natürlich dieser Bruder, mit dem ich mich regelmäßig getroffen habe,
Kai das war wichtig, ihm das immer wieder zu sagen. Der war sowas von geduldig mit mir, also meine Güte.
Kai Der ist ja echt einiges mit mir durchgegangen. Ähm...
Kai Ja, und ich glaube, für mich war auch wichtig in dieser Trauer,
Kai oder anders formuliert, Gott hat gewisse Umstände eben zugelassen,
Kai um mir einen anderen Blick auf meine Situation und meine Trauer zu geben.
Kai Eben mehr so diese Adlerperspektive. Und das ist ein bisschen das,
Kai was ich schon gerade gesagt hatte. Es gab Abende, wo ich diesen Bruder versucht
Kai habe, Telefonnummer zu erreichen und ich habe ihn nicht erreicht.
Kai Und ich hatte aber diese Not einfach gerade und habe gedacht,
Kai ich weiß gar nicht, was ich machen soll. Also ich bin so unsicher und so durcheinander
Kai einfach in meiner Situation und dann bin ich halt raus und bin spazieren gegangen.
Kai Vielleicht ist das auch etwas, wenn du das vielleicht hörst oder siehst,
Kai etwas für dich, raus in die Natur, laufen, bewegen, frische Luft und dann beten.
Kai Das mache ich auch heute noch.
Kai Das ist für mich auch heute noch ein wesentliches Element, um runterzukommen,
Kai um in Gottes Gegenwart anzukommen, um sein Reden besser wahrnehmen zu können.
Kai Also und das war eben diese Situation, wo Gott mir dann nicht unbedingt in diesen
Kai spaziergängigen Antworten auf meine Fragen gegeben hat unbedingt.
Kai Aber die Tatsache, dass ich irgendwann so stark in seine Gegenwart reingekommen
Kai bin, hat meine Perspektive einfach auf meine Situation und diese Trauer verändert.
Kai Und das hat mir natürlich auch geholfen, damit umzugehen. Aber es war ein Prozess.
Kai Also ich weiß noch den Tag.
Kai Es war ungefähr viereinhalb Jahre später. Es war auch bei einem christlichen
Kai Seminar von einem anderen Veranstalter.
Kai Aber da hatte ich den Tag, da
Kai wusste ich, jetzt bin ich durch aber es hat viereinhalb Jahre gedauert und
Kai und wie
Benny War das mit du sagst, du hast das an einem Tag erlebt war das dann einfach so,
Benny wie Schuppen von den Augen jetzt bin ich jetzt erst fertig, war in deinem Herz
Benny ist was abgefallen, wie würdest du das beschreiben.
Kai Wie war das
Kai Ja, ich weiß nicht, irgendwie nach dem, also ich habe da auch eben das Gespräch
Kai mit jemandem gesucht in dem Seminar und habe da mir auch nochmal von dieser
Kai Situation und dieser Not berichtet und hatte da schon einige Schritte hinter mir und war da schon,
Kai also über einiges war ich schon hinweg, aber ich war irgendwie noch nicht so ganz durch.
Kai Und ich kann jetzt gar nicht mehr das in allen Details sagen,
Kai aber nach diesem Gespräch wusste ich, habe ich das einfach so irgendwie gespürt
Kai oder ich wusste es dann einfach, das ist der Baustein, genau,
Kai das ist der Baustein, der mir noch gefehlt hat. Ja, so würde ich es beschreiben.
Benny Dann einfach noch eine Sache, die ich ganz spannend fand, was du gesagt hast mit den Emotionen.
Benny Das ist ja so, vor Loft ist man ja als Mensch, man ist ja ein,
Benny Deine mehr oder andere weniger von Emotionen geleitet.
Benny Und der Schlüssel ist ja zu lernen, dass unabhängig von dem,
Benny was man fühlt, die Wahrheit Gottes besteht.
Benny Die Wahrheit Gottes ist die einzige Konstante in unserem Leben.
Benny Und eine Sache zum Beispiel bei mir war so, als ich mich frisch neu für Gott entschieden hatte.
Benny Eine Sache, die ersten Sachen, die Gott mit mich gelehrt hat,
Benny war, dass er mich liebt, auch wenn ich es nicht spüre.
Benny Und dann war das voll krass, weil dann ich erinnere mich noch dann,
Benny als ich Autox haben bin und die Gefühle von Gottes Liebe einfach weg waren.
Benny Und es war einfach nicht mehr da.
Benny Ich habe nicht mehr Gottes Liebe gespürt. Ich hatte eine Zeit lang voll Gottes
Benny Liebe gespürt in diesem Heilungsprozess und auf einmal hat Gott angefangen,
Benny mich erziehen zu wollen.
Benny Und dann auf einmal waren die Gefühle weg und dann war es so,
Benny jetzt lernst du Benni, dass ich dich liebe, auch wenn du es nicht spürst.
Benny Und dann musste ich, hat mir quasi beigebracht, ich musste die Wahrheit,
Benny dass er mich liebt, proklamieren und aussprechen und sagen, ich glaube daran,
Benny auch wenn ich es jetzt gerade nicht spüre.
Benny Und es war so ein richtiger Erziehungsprozess, weil ich quasi wirklich mein
Benny Denken musste verändert werden, sodass ich jetzt.
Benny Realisiere, Gott liebt mich auch, wenn ich es nicht spüre. Und ich muss das
Benny glauben, auch wenn ich es nicht spüre.
Benny Und das war wirklich ein krasser Erziehungsschritt für mich.
Benny Aber bis heute ja, ich würde es fast jedem Christen, der mündig werden will
Benny und der gefühlsbasiert ist, weil ich war sehr gefühlsbasiert,
Benny diesen Schritt, diese Erziehung von Gott durchzugehen.
Benny Aber Gott hat jeder, hat für jeden einen anderen oder ähnlichen Weg.
Benny Und wie würdest du sagen, für dich so war das,
Benny Für mich war das so mehr so, die Gefühle waren weg, jetzt muss,
Benny jetzt hat Gott mir gesagt,
Benny jetzt muss, oder ich weiß nicht mehr genau, wie er es mir kommuniziert hatte,
Benny aber jetzt muss ich das halt lernen, die Wahrheit, dass er mich liebt und wie
Benny war das für dich so, als du so in diesen Emotionen von Trauer warst und diesen
Benny Emotionen von Überwältigung,
Benny wie hast du das navigiert, da Gott zu spüren, war das und, und, wie hast du,
Benny gewusst, dass Gottes Treue da ist, auch wenn du es gerade nicht spürst. Oder Gottes Gegenwart.
Kai Überleg gerade, ähm,
Kai Also wie gesagt, gerade so die Anfänge, das habe ich jetzt schon so ein bisschen
Kai anklingen lassen, gerade so die Anfänge, nachdem ich eben meine Entscheidung
Kai als junger Erwachsener mit Jesus festgemacht hatte, gerade so die ersten zwei
Kai Jahre, da war gerade so auch diese emotionale Ebene, wo Gott eben,
Kai da war auch ganz viel innere Heilung, die da gelaufen ist.
Kai Ich weiß nicht, vielleicht war das auch ähnlich bei dir oder so,
Kai aber da lief ganz viel innere Heilung.
Kai Und da habe ich einfach schon die Liebe von Jesus einfach wahrgenommen.
Kai Oder auch im Gebet, in Gebetszeiten. Ich habe einfach seine Gegenwart,
Kai seine Nähe wahrgenommen.
Kai Ich kann es gar nicht beschreiben, aber du weißt einfach, er ist da und er ist
Kai so da und du willst gar nicht mehr weg aus dem Gebet.
Kai Und dann hat das schon nachgelassen. Ich weiß nicht mehr ganz genau,
Kai ob das jetzt zeitgleich dann war mit diesem Verlust, von dem ich gesprochen hatte.
Kai Aber es ist schon zeitlich relativ nah beieinander. Ich habe einfach irgendwann
Kai gemerkt, dass so diese emotionale Ebene nicht mehr ganz so ist, wie ich sie kenne.
Kai Und ich wäre gerne darin geblieben, weil es halt so angenehm war und so wohltuend
Kai war und so anders war als das, was ich einfach bis dahin auch erlebt hatte.
Kai Und ich habe versucht, das so eigentlich festzuhalten auch eine ganze Weile.
Kai Es hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass Gott mich da offensichtlich
Kai weiterführen will und dass er noch ein bisschen mehr für mich hat als das.
Kai Und jetzt konkret diese Trauer mit dem Verlust da muss ich ehrlich sagen,
Kai dass ich wirklich so wie ich Gottes Gegenwart davor eigentlich erfahren hatte, also mehr so auf dieser
Kai stark emotionalen Ebene, gerade
Kai auch im Lobpreis, im Kontext mit innerer Heilung und so, habe ich da
Kai fast gar nicht mehr erlebt,
Kai Was ich sehr schwierig fand zu dem Zeitpunkt, was ich bis heute nicht völlig
Kai verstehe, was ich bis heute nicht völlig verstehe, warum das im Einzelnen alles so gewesen ist, aber
Kai genau.
Kai Ich glaube, dass Gott dann einfach angefangen hat, sich mir anders persönlich zu offenbaren.
Kai Wie gesagt, ich komme immer wieder zu diesen Spaziergängen, die ich abends gemacht
Kai habe. Auch durchaus im Winter, wenn es kalt war, dunkel war.
Kai Aber ich bin einfach draußen gewesen, einfach nur Gott und ich.
Kai Und erst mal ohne das Wahrnehmen seiner Nähe oder seiner Gegenwart,
Kai sondern einfach erst mal dieser Schmerz und diese Unsicherheit und was mache
Kai ich nur und wie gehe ich nur damit um.
Kai Und irgendwann kam einfach eine Ruhe und ich habe einfach gemerkt, er ist da.
Kai Und das hat mir, das hat ein bisschen gedauert. Das habe ich einige Male gebraucht.
Kai Und parallel natürlich auch durch diese Begleitung mit dem Bruder.
Kai Ich denke, Gott hat verschiedene Faktoren einfach benutzt. Aber ich bin bis
Kai heute so dankbar um diese Gebetsschwärtshänge.
Kai Ich bin so dankbar um diese Situation, wo ich eben diesen Bruder nicht erreicht
Kai habe. So taff das auch in dem Moment war. Aber Gott hat es zugelassen, weil er wusste,
Kai du willst das ja auch und ich will mit dir auch tiefer gehen.
Kai Du brauchst ein stärkeres Fundament.
Kai Als dieser Verlust war, habe ich gemerkt, dass mein Fundament nicht so gut war,
Kai wie ich gedacht hatte, das wäre.
Kai Und dann hat Gott wirklich angefangen, ein Fundament auf einer anderen Ebene
Kai zu bauen. Und das hat eine Weile gedauert.
Benny Ja, wow. Das ist,
Benny Also ich bin so dankbar, dass wir einen Gott haben, der so gnädig mit uns ist,
Benny dass wir manchmal denken, wir sind stark,
Benny aber dann sind wir eigentlich so schwach und er ist so gnädig mit uns und führt
Benny uns hindurch und selbst in Situationen, die wir nicht ganz verstehen,
Benny ist er da und wir dürfen ihn erfahren.
Benny Wie du gesagt hast, du verstehst nicht die Trauer, du verstehst nicht,
Benny warum vielleicht gewisse Dinge passiert sind, aber hey,
Benny man bleibt dran und was du ja gesagt hast, war dieses alleine gehen und wir
Benny sehen das ja in der Bibel, wie oft steht da und Jesus ging hinweg, um zu beten.
Benny Und das ist ja, was unsere Pastoren aus der CWG in München erkannt haben, das Frühgebet.
Benny Das ist diese Zeit, wo.
Benny Man halt dediziert wirklich einfach Gott sucht. Und das ist das Besondere.
Benny Und das haben wir halt, ich meine, man kann auch zu Hause stille Zeit machen
Benny und das ist gut, aber das Angebot vom Frühgebiet ist halt praktisch,
Benny weil du halt morgens so früh wohin fährst, um zu beten.
Benny Und das ist halt ein super Angebot. Und Jesus ging ja auch wohin, um zu beten.
Benny Und ich glaube, das war einfach, das ist einfach ein super Angebot,
Benny was wir jetzt hier zum Beispiel in der Münchner Gemeinde haben,
Benny aber für Leute, die zum Beispiel das nicht haben,
Benny sie können ja Gott auch zu Hause suchen und morgens suchen, aber ein Schlüssel
Benny ist es, morgens finde ich zum Beispiel, einfach Gott zu suchen,
Benny Gott einfach zu erleben.
Benny Für Leute, die jetzt immer Frühschicht haben, das ist ein 4 Uhr Anfang zu arbeiten,
Benny das ist vielleicht manchmal schwer dann.
Benny Aber dann, weißt du, das schön ist, Gott ist ja auch individuell.
Benny Dann wird ja Gott einem merken, hey, das ist deine Situation,
Benny dann werde ich dir halt so begegnen. Das ist ja auch so schön.
Benny Ja. was würdest du sagen ist essentiell für das Leben mit Jesus?
Kai Was ist essentiell für das Leben mit Jesus? Was ist essentiell für das Leben mit Jesus?
Kai Also gerade dauerhaft, finde ich, um eben auch fest zu werden,
Kai um mündig zu werden, um im Glauben zu wachsen,
Kai um auch wirklich ein Herz zum Dienen auch im Reich Gottes zu entwickeln,
Kai glaube ich wirklich, ist persönliche Offenbarung absolut essentiell.
Kai Also, wie gesagt, wenn ich für unsere Kinder zum Beispiel bete oder auch für
Kai andere, manchmal bete ich, ich komme immer wieder mal an den Punkt,
Kai dass ich sage, Jesus, zeig dich ihnen einfach.
Kai Offenbare dich persönlich, dass sie wissen, du bist es und du meinst sie selbst
Kai und persönlich. Also ich glaube, das ist absolut essentiell.
Kai Da kann ich einfach verbitten, dass Jesus mir diese Offenbarung schenkt.
Kai Und ich glaube, das möchte er auch und das Gebet erhört er auch.
Kai Gemeinschaft mit Christen, absolut unerlässlich.
Kai Ich weiß, diese Phase, von der du vorhin gesprochen hattest,
Kai die die Welt so in Atem gehalten hat vor ein paar Jahren, hat es nicht unbedingt leichter gemacht.
Kai Und hat vielleicht den einen oder anderen auch eher dahin gebracht,
Kai das mehr auf online zu verlagern oder so.
Kai Und ich will nicht sagen, dass das, was online möglich heute ist im Leib Christi,
Kai irgendwie schlecht ist oder nicht eine Bedeutung hat.
Kai Ich glaube, es hat eine nicht unerhebliche Bedeutung.
Kai Aber es ersetzt das Zusammenkommen, das physische Zusammenkommen mit anderen
Kai Christen in meinen Augen nicht. Und kann es auch nicht ersetzen.
Kai Das ist mir wichtig, das auch so deutlich zu sagen. Absolut.
Kai Ich glaube, das ist absolut essentiell, also wirklich mit anderen Christen sich
Kai zu versammeln, das regelmäßig zu tun.
Kai Genau, ganz wichtig. Ein Gebetsleben ist super wichtig. Und das merke ich immer wieder.
Kai Jetzt bin ich im Moment in der Phase, wo das immer wieder mal auch ein bisschen
Kai herausfordernd ist, einfach durch die kleinen Kinder, weil man einfach natürlich
Kai Verantwortung hat, weil man sehr involviert ist, eingebunden ist,
Kai weil natürlich meine Frau da auch Unterstützung braucht.
Kai Und es ist wichtig, dass sie die auch kriegt, sodass ich nicht immer so den
Kai ganzen Freiraum für das Gebet habe, wie ich ihn vorher hatte und wie ich ihn
Kai immer noch sehr schätze.
Kai Aber Gebetszeit ist super wichtig. Und Gebetszeit kann ja ganz unterschiedlich aussehen.
Kai Aber für mich persönlich, wirklich um gerade tiefer zu gehen,
Kai um Jesus tiefer kennenzulernen, um tiefer in sein Wort einzutauchen,
Kai um ein tieferes Verständnis für das Reich Gottes einfach auch zu entwickeln
Kai und für das, was noch kommen wird, glaube ich, sind auch ausgedehnte Gebetszeiten wichtig.
Kai Ich will damit niemanden unter Druck setzen und sagen, du musst jetzt,
Kai keine Ahnung, zwei Stunden am Stück. Und wenn das nicht mindestens geschafft
Kai wird, dann kannst du es vergessen oder so. Nein, auf keinen Fall.
Kai Aber meine Erfahrung ist wirklich, gerade wenn ich mit viel Zeit zu Jesus komme
Kai und eigentlich noch keine Zeit im Kopf habe, wo ich diese Zeit beende,
Kai dann können Dinge passieren, wo es tiefer geht, wo einfach Dinge dann passieren
Kai mit ihm und in seiner Gegenwart, wo ich einfach danach, wenn diese stille Zeit
Kai dann doch zu Ende geht irgendwann, einfach dann so erfreut und so erfrischt bin.
Kai Also Gebet ist ganz wichtig. Gebet alleine, glaube ich, ist wichtig,
Kai aber Gebet in Gemeinschaft ist auch sehr wichtig.
Kai Gemeinschaft an sich ist wichtig. Persönliche Offenbarung ist wichtig.
Kai Ich glaube auch, ein Aktivwerden im Reich Gottes ist ganz wichtig.
Kai Ja, also wer über Jahre hinweg,
Kai und ich meine, ich bin da immer vorsichtig, weil ich versuche immer wirklich
Kai Verallgemeinerungen zu vermeiden, weil man schnell damit auch Leute vor den
Kai Kopf stößt oder auch Leute irgendwie sie vielleicht verletzt oder so,
Kai aber ich glaube, wenn man über Jahre hinweg ähm
Kai vielleicht nur sonntags in die Gemeinde kommt und ansonsten spielt das Christsein
Kai auch unter der Woche eigentlich keine Rolle, dann glaube ich, fehlt etwas.
Kai Beziehungsweise bin ich davon überzeugt, dass dann etwas fehlt und bin auch
Kai davon überzeugt, dass man dann auch im Glauben nicht wirklich weiterkommen kann.
Kai Also ein aktives Mitwirken im Reich Gottes ist biblisch und wir sind einfach
Kai gerufen, das, was Gott uns gegeben hat, in den Leib Christi einzubringen.
Kai Das ist so dieses Konzept, was mich immer wieder so begeistert,
Kai Leib Christi. Dieses Bild, einfach auch vielleicht ein bisschen durch meinen
Kai beruflichen Kontext, das ist absolut bombastisch, was da drin steckt.
Kai Ich glaube, da kann, das ist mein Empfinden, die Christen halt noch ganz viel
Kai Wachstum erleben, was Gott noch vorbereitet hat.
Kai Ja, lernen wirklich sich einzubringen. Im Epheser 4, 16, glaube ich, heißt es.
Kai Ich fände diese Übersetzung so schön. Ich glaube, in der Schlachter ist es und
Kai ich meine auch in der Luther. dass wir einander Handreichung tun im Leib Christi.
Kai Du gibst deine Hand deinem Bruder oder deiner Schwester mit der Gabe, die er dir gegeben hat.
Kai Was auch immer das ist, sei es zuhören, sei es Ermutigung, sei es ein prophetisches
Kai Wort, sei es ein Gebet um Heilung, was auch immer. Aber du machst Handreichung, du bietest
Kai Ohne etwas dafür zu erwarten.
Kai Sorry. Ihr habt das umsonst empfangen, also gebt es umsonst weiter.
Kai Also wirklich einander Handreichend zu tun. Ich gebe dir das,
Kai was Gott mir gegeben hat, damit du gestärkt wirst, damit du aufgebaut wirst.
Kai So vernetze ich mich im Leib Christi mit meinen Brüdern und Schwestern.
Kai Und wenn wir als Brüder und Schwestern, wenn jeder da immer mehr hinkommt,
Kai dann empfängst du ja auch automatisch die Handreichend, die du brauchst.
Kai Ja, weil du hast nicht alles von Gott bekommen, damit du alleine im Leben klarkommen
Kai kannst. Weil Gott hat dich nicht so geschaffen. Gott hat keinen von uns so geschaffen.
Kai Also ich glaube, das ist etwas ganz Wichtiges. Dieses Konzept,
Kai das, was Reich Gottes ist, was Gemeinschaft ist, was Leib Christi ist.
Kai Und ich glaube, da kann man wirklich ganz wunderbar reinwachsen,
Kai wenn man einfach anfängt, sich auch zu engagieren mit dem, was Gott einem gegeben hat.
Kai Und das kann am Anfang sehr unspektakulär sein. Aber das Wunderbare ist,
Kai es bleibt nie ungesehen.
Kai Gott sieht es und er wird es belohnen zu seiner Zeit. Ob Brüder und Schwestern
Kai dich dafür loben werden, ob sie dir dafür Danke sagen werden oder nicht.
Kai Aber Gott wird dich belohnen und er wird dir Danke sagen. So unspektakulär es aussehen mag.
Kai Ja, das sind mal so ein paar Sachen, von denen ich jetzt sagen würde.
Kai Ja, Lobpreis ist für meine Begriffe auch essentiell. Wort Gottes.
Kai Nicht die Bibel zu vergessen. Also ohne Wort Gottes geht es natürlich auch gar nicht.
Kai Wichtig, die Bereitschaft zu haben, wirklich zu sagen, ich glaube,
Kai die Bibel ist das Wort Gottes. Ich glaube, sie ist ja auch jetzt noch gültig.
Kai Ich glaube, sie ist der absolute Maßstab.
Benny Komplett.
Kai Das ist wichtig. Und ich glaube, dass alles andere sich dem unterordnen muss.
Kai Eben auch die Bibel in ihrer Komplettheit oder in ihrer Gänze,
Kai in ihrem ganzen Umfang kennenzulernen.
Kai Weil da, wo das fehlt, glaube ich persönlich, kann ein gewisses Wachstum und
Kai eine gewisse Weiterentwicklung stattfinden. Ja.
Kai Das sind für mich so essentielle Elemente, wenn ich ans Christsein denke.
Kai Ja, und geben auch. Also geben, sei es Finanzen, sei es Zeit.
Kai Auch ganz wichtig, bereit zu sein, etwas wegzugeben, andere zu unterstützen
Kai mit meinen Finanzen oder mit meiner Hilfe oder mit meiner Zeit.
Benny Und wie gehst du persönlich Wachstum an, wenn du es zum Beispiel von Jesus eine Offenbarung kriegst?
Benny Gott klagt ja nicht an, aber er offenbart Dinge manchmal, damit wir wachsen, weil er was heilen will.
Benny Hey, in dem Bereich schau mal da da musst du noch was machen oder schau mal, der Person,
Benny da hast du gerade nicht so bist nicht so gut umgegangen wie der Person,
Benny klärt das, wie gehst du sowas an, wenn der Heilige Geist hier was offenbart.
Kai Also wenn es so um zwischenmenschliche Dinge geht wo ich glaube,
Kai dass es auch sehr ja das ist zum Beispiel auch etwas von meinen Begriffen absolut
Kai essentielles, wenn es ums Christsein
Kai geht, ist es Vergebungsbereitschaft bereit zu sein, zu vergeben.
Kai Jemanden, der mir schuldig geworden ist, zu vergeben, das setzt frei.
Kai Das habe ich selber erlebt, immer wieder.
Kai Das setzt wirklich frei und schafft Raum für das, was Gott in deinem Leben wirklich
Kai tun möchte. Also Vergebungsbereitschaft, ganz wichtig.
Kai Hilf mir nochmal kurz mit deiner Frage.
Benny Alles gut, wir sind ja auch schon lang unterwegs.
Kai Alles gut.
Benny Jetzt habe ich die Frage selber wieder vergessen. Meine Frage...
Kai Wir kommen gleich wieder dahin.
Benny Was war meine Frage?
Kai Wie gehst du es mit Wachstum an?
Benny Genau.
Kai Wie gehst du mit Wachstum an? Was machst du, wenn der Heilige Geist dir was zeigt?
Benny Dein Rausbringen hat mich selber rausgebracht.
Kai Sorry, dafür sind wir jetzt wieder da. Der Heilige Geist. Genau,
Kai wenn der Heilige Geist dir was zeigt.
Kai Also wenn es gerade so im zwischenmenschlichen Bereich ist, etwas anzusprechen,
Kai jemanden um Vergebung zu bitten.
Kai Das ist schon etwas, was ich würde ich sagen also nicht nur ernst nehme,
Kai sondern versuche schnell aufzugreifen, schnell umzusetzen, weil ich einfach
Kai um die geistliche Tragweite davon weiß.
Kai Weiß, wie wichtig das ist.
Kai Wenn es um andere Dinge geht, ich überlege gerade, was das zum Beispiel sein
Kai kann. Also zum Beispiel ein Bereich
Kai Wo ich immer wieder mal ringe. Ich habe darauf auch dieses Jahr mal in einem
Kai Frühgebet Bezug genommen.
Kai So zur Sommerzeit meine ich.
Kai Wenn Gott mir, also es gibt ja, ich weiß nicht, ich kenne es wahrscheinlich
Kai auch, es gibt ja so Dinge, die der Heilige Geistergeburt zum Beispiel sagt,
Kai keine Ahnung, ruf den mal wieder an oder da hast du irgendwie die schuldig gemacht,
Kai such da einfach die Vergebung deines Bruders oder so.
Kai Das sind Dinge, die sind einmalig, da geht es um eine einmalige Sache vielleicht
Kai und wenn du das dann gemacht hast, dann ist das auch geklärt oder erledigt.
Kai Aber es gibt ja auch Dinge, wo Gott dir vielleicht auch etwas über deine Berufung offenbart.
Kai Wo er dir Dinge sagt, wo er mit dir hin will. Wo er dir was aufs Herz legt.
Kai Wo er sagt, hey, das sind Gaben, die habe ich dir gegeben.
Kai Und schau mal, dass du was damit machst. Oder da will ich mit dir hingehen.
Kai Da will ich dich hin entwickeln.
Kai Und das sind mehr so langfristige Sachen. Und ich finde es super wichtig, treu darin zu bleiben.
Kai Also diese Dinge, die Gott dir zeigt, das kann ein prophetisches Wort sein.
Kai Das kann etwas sein, was er dir selber gesagt hat.
Kai Das kann sein, ein Bibelvers, der dich krass angesprochen hat und der dich vielleicht
Kai immer wieder anspricht in unterschiedlichen Kontexten, wo du immer wieder merkst,
Kai hey, das ist ein Wort Gottes für mein Leben. Ich weiß genau,
Kai dass er da was machen will.
Kai Wie bin ich da ein treuer Haushalter? Solange ich da noch nicht drin bin.
Kai Solange ich noch nicht in diesen, ich sag's jetzt mal so im biblischen Jargon,
Kai solange ich noch nicht in diesen Gaben wandle.
Kai Also solange ich noch nicht diese Gaben ausübe, sag ich mal.
Kai Und wie mache ich das? Und das finde ich immer wieder gar nicht so leicht,
Kai weil ich glaube, da gibt es einen gewissen Teil, den tut Gott.
Kai Er hat auch gewisse Zeitpunkte festgesetzt.
Kai Paradebeispiel, das Kommen von Jesus jetzt zur Weihnachtszeit,
Kai da heißt es, als die Zeit erfüllt war.
Kai Ist Maria dann, ist dem Engel begegnet oder der Engel kam zu ihr und hat ihr
Kai gesagt, du wirst diesen Sohn gewähren, aber erst als die Zeit erfüllt war.
Kai Ja, und diese viele Prophezeiungen von Jesaja, 700 Jahre davor,
Kai ja, aber es hat 700 Jahre gedauert, bis die Zeit erfüllt war.
Kai Also es gibt gewisse, auch in unserem Leben, es gibt diese Kairos-Momente,
Kai es gibt Momente, die hat Gott einfach festgesetzt. Das ist natürlich seine Souveränität.
Kai Für die, die es nicht wissen,
Benny Was es ist, kannst du kurz sagen.
Kai Kairos. Es gibt im Griechischen, gibt es zwei unterschiedliche Worte eigentlich
Kai für Zeit, Kronos und Kairos.
Kai Kronos meint eigentlich mehr so die Zeit, die so kontinuierlich vergeht,
Kai aber Kairos meint mehr so ganz besondere Zeitpunkte in deinem Leben.
Kai Genau. Also da denke ich, da gibt es diesen Part, den Gott hat,
Kai in seiner Souveränität, da hat er auch gewisse Zeitpunkte festgestellt.
Kai Das habe ich auch immer wieder schon mal erlebt.
Kai Ich habe auch für was gebetet und ich habe versucht, dieses und jenes zu machen.
Kai Und Gott hat es dann irgendwie anders gemacht. Und im Rückblick habe ich einfach
Kai festgestellt, Gott ist souverän.
Kai Natürlich möchte er, dass ich dafür bete, aber er hat auch einfach gewisse Zeitpunkte
Kai und er macht es dann einfach, wenn er sagt, jetzt ist die Zeit.
Kai Was mich auch ein Stück weit entspannt hat, muss ich sagen, im Laufe der Zeit.
Kai Aber trotzdem empfinde ich manchmal auch die Herausforderung,
Kai du hast vielleicht etwas, was Gott
Kai dir aufs Herz gelegt hat und du guckst vielleicht so zurück und denkst so,
Kai ist jetzt irgendwie drei Jahre her, ist fünf Jahre her, ist vielleicht zehn
Kai Jahre her, hat vielleicht immer wieder meine Bestätigung auch bekommen,
Kai aber ich bin da einfach noch nicht drin, ich übe das noch nicht aus,
Kai was mache ich jetzt damit?
Kai Und das finde ich etwas, wo ich manchmal schon ein bisschen auch ringe,
Kai wo ich mich manchmal frage, was erwartet Gott hier von mir?
Kai Erwartet er von mir in erster Linie, dass ich warte auf seinen Zeitpunkt?
Kai Oder möchte er, dass ich auch aktiv Schritte in diese Richtung tue und darauf
Kai vertraue, dass er mich dann schon führt und dass er mir dann vielleicht schon
Kai sagt, ja super, ich mache dir hier eine Tür auf, guck mal, was ich vorbereitet habe.
Kai Oder er sagt, nee, du, hier ist die Tür erstmal noch zu, der Zeitpunkt ist noch
Kai nicht da. Und ich hatte dieses Jahr einen solchen Zeitpunkt.
Kai Da geht es mir wirklich um eine Sache, von der ich glaube, dass Gott sie mir anvertraut hat.
Kai Unser Erkenntnis ist immer Stückwerk. Also was davon wirklich von Gott ist oder
Kai nicht, will ich jetzt gar nicht so viel zu sagen.
Kai Aber es ist für mich zumindest so substanziell, dass ich glaube,
Kai da hat Gott was für mich oder da möchte er noch mich in einen bestimmten Bereich reinführen
Kai Und ich habe das dann sehr gezielt bewegt in dieser Kampagne-Woche,
Kai die wir am Pfingsten hatten.
Kai Sprich, jeden Abend Gottesdienst bei uns in der Gemeinde gewesen.
Kai Und habe einfach so mit einem Thema in diese Woche reingegangen.
Kai Und war ziemlich gewillt, einen Schritt in diese Richtung zu tun.
Kai Und dann hat Gott mir auf ganz, ganz, ganz erstaunliche Weise,
Kai hat er mir deutlich gemacht, das war das mit dem Dienstreiseantrag.
Kai Ich weiß nicht, ob dir das was sagt.
Kai Ich hatte die Predigt eigentlich Dienstreiseantrag genannt.
Kai Weil Gott mir eigentlich deutlich gemacht hatte, du möchtest eigentlich jetzt
Kai hier einen Schritt gehen, du möchtest dich auf eine Reise begeben,
Kai aber du hast sozusagen deinen Dienstreiseantrag bei mir noch nicht gestellt.
Kai Frag mich doch mal, ob der Zeitpunkt schon da ist.
Kai Und das war so krass, weil Dienstreiseantrag
Kai ist etwas, was ich auf der Arbeit immer wieder mal mache.
Kai Und ich habe einfach in dieser Gebetszeit mit Gott plötzlich so dieses DRA,
Kai dieser Abkürzung-Dienstreiseantrag vor mir gehabt und habe so gedacht, hä, was?
Kai Und dann wurde es mir so deutlich, dass Gott mir sagt, ich bin mit dir,
Kai wenn du das jetzt machst.
Kai Aber ähm
Kai Eigentlich würde ich deinen Dienstreiseantrag jetzt noch nicht bewilligen.
Kai Und besser, du machst die Reise mit einem bewilligten Dienstreiseantrag und
Kai nicht ohne einen bewilligten Dienstreiseantrag. Weil auf der Arbeit ist es auch so.
Kai Ich kann die Dienstreise machen. Aber wenn ich keinen Dienstreiseantrag gestellt
Kai habe, dann brauche ich nicht erwarten, dass meine Kosten mir nachher erstattet werden.
Kai Und Hotelkosten, Flugkosten, die können hoch sein.
Kai Also will ich sagen, dass man jetzt irgendwie gar nichts versuchen soll.
Kai Gott ist dabei und selbst wenn du vielleicht einen Schritt tust,
Kai der zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht Gottes Wille war, er ist da und er lässt
Kai dich nicht alleine und er trägt dich durch.
Kai Aber es kann trotzdem mit gewissen Konsequenzen auch verbunden sein,
Kai die vielleicht nicht so angenehm sind.
Kai Das war so ein Moment, den ich dieses Jahr einfach hatte, wo ich gerungen habe,
Kai wo ich mich gefragt habe, hier muss es doch mal weitergehen.
Kai Es kann doch nicht sein, dass hier immer noch nicht vorangeht.
Kai Und ich dann echt tagelang irgendwie gedacht habe, ich glaube,
Kai ich werde was machen. Ich hatte eine konkrete Idee, was ich mache.
Kai Und dann kam das mit dem Dienstreiseantrag. Und ich wusste plötzlich so,
Kai okay, den würde Gott, glaube ich, aktuell nicht bewilligen. Und dann habe ich
Kai gesagt, okay Gott, dann lasse ich es erst mal liegen.
Benny Aber wie cool, wie cool ist es doch, dass du eine Antwort gekriegt hast.
Kai Oder? Ja, mega. Und eine, die mich begeistert hat.
Benny Ich habe.
Benny Wir haben gefühlt ewig diesen Podcast vorbereitet. Der erste Wunsch kam letztes Jahr im September.
Benny Da habe ich meine Bachelorarbeit geschrieben, also es ist erst mal gestorben.
Benny Dann im Januar fing es dann wieder an.
Benny Und ich hatte so lange Ja.
Benny Zweifel, ob ich das machen soll oder ob das einfach nur mein Wunsch ist,
Benny mein eigener Wunsch, was zu machen.
Benny Und hab da mit Freunden, mit Pastoren, mit Pastor geredet und hab eigentlich
Benny überall so Ermutigung bekommen, hey, mach's und probier's,
Benny wenn du nicht von Gott ein klares Nein kriegst. Und für mich war das dann so, okay, wow.
Benny Und irgendwie dann hatten wir für was gebetet, hatte ich dafür gebetet und auf
Benny einmal hat sich eine Tür geöffnet.
Benny Und in dem Moment hat sich das dann im Prozess, hat sich das dann wie,
Benny das ist das Jahr, wir sollen es machen.
Benny Und dann, bis in Zeit vergangen, dann habe ich das vergessen,
Benny dieses Jahr, dieses passiert ist.
Benny Und ich habe immer wieder gebetet, ich brauche ein Zeichen, ich brauche ein
Benny Zeichen, es ist nichts passiert.
Benny Und irgendwann mal war ich dann am Punkt irgendwie, ich weiß nicht genau,
Benny wie die Umstände nun waren, aber dann haben wir.
Benny Angefangen und ich bereue es nicht, wir bereuen es nicht, dass wir jetzt angefangen
Benny haben, weil wir wissen, dass es Gott uns gesegnet hat, aber ich sage dir, wir haben nicht dieses,
Benny bis auf, dass wir für was gebetet haben, kann ich ja sagen, wir haben für eine
Benny Location gebetet, wo sollen wir das Ganze aufnehmen und ich weiß nicht, wie,
Benny das Timeframe war, Aber irgendwann kurz danach rufen ich meinen Bruder an,
Benny hey, es gibt da einen Raum,
Benny den haben wir angeboten gekriegt, weil mein Bruder und ich haben eine Firma
Benny mit einem Freund zusammen noch und wir haben diesen Raum angeboten bekommen.
Benny Was denkst du? Ich sage Bock. Und dann habe ich mir so, wow,
Benny ja, also ich meine, wir könnten diesen Raum für unsere Firma benutzen,
Benny wir könnten diesen Raum teilweise noch weiter vermieten.
Benny Und hey, ich habe eine Location, ich würde gerne einen Podcast chatten oder überlege was.
Benny Anzufangen, auch so studiomäßig. Und ja, das war dann so krass.
Benny In dem Moment war das voll so die Antwort, die wir hatten. Und Julia und mich
Benny hat das so motiviert. Wow, cool.
Benny Aber wir haben halt dann nicht so vor. Wir haben halt dann immer so,
Benny ich habe dann immer so stückweise passiv ein bisschen einen Podcast vorbereitet,
Benny aber nicht so ganz im Herzen so, ich mache das, weil ich immer noch so krasse Zweifel hatte.
Benny Weil ich so sehr Angst hatte, dass ich was auf eigene Faust mache,
Benny weil ich schon so oft was auf eigene Faust gemacht habe und es nicht geklappt hat.
Benny Dienstreiseantrag am Ende, du hast die Konsequenzen, wenn du zahlst und ich
Benny wollte nicht so weit meinen Kopf aus dem Fenster stecken, dass ich dann auf
Benny einmal aus dem Fenster falle und dann die ganzen Kosten tragen muss davon.
Benny Und ja, aber wir haben angefangen und wir bereuen es nicht und deswegen,
Benny weißt du, warum ich meinte gerade, ich finde es so cool, dass du diese Antwort
Benny gekriegt hast, weil ich liebe, dass wenn Gott so klar redet.
Benny Aber man muss es halt auch verstehen.
Benny Weil ich kann dir nicht 1000 Prozent sagen, das war das Go von Gott.
Benny Auch wenn ich das Gefühl habe von meinem Geist, das war das Go.
Benny War das aber auch so eine Summe an Ermutigungen, die mir Leute zugesprochen
Benny haben. Aber wir haben mit.
Benny Zwei oder drei Leuten darüber redet. Wir haben das wirklich niemandem erzählt,
Benny dass wir einen Podcast machen wollen. Außer am Anfang die ersten Gäste.
Benny Aber ich habe allen Leuten gesagt, erzähle das niemandem. Und erst als der Podcast
Benny gelauncht wurde, zwei, drei Tage davor, haben wir dann gesagt,
Benny hey, pass auf, wir machen einen Podcast.
Benny Zum einen, das hat ein bisschen damit zu tun, dass wir auch sagen,
Benny wir wollen nicht groß rum erzählen, wir machen was, sondern machen wir nichts.
Benny Das ist einfach unsere Art, wie wir Dinge machen.
Benny Ich bin lieber so jemand, hey, pass auf, wir launchen was und wir haben schon
Benny drei Episoden, schau dir das an, weißt du?
Benny Ich finde das viel besser, als zu sagen, pass auf, wir launchen das und hast du erstmal nichts.
Benny Aber es war auch so ein bisschen natürlich, es war so die eine Sache und die
Benny andere Sache waren, aber auch Zweifel haben mich dann zurückgehalten, anzufangen.
Benny Aber, das muss ich noch dazu sagen, ich habe immer passiv vorbereitet und dann
Benny bin ich auch manchmal auch an einen Stopp gekommen.
Benny Und dann ging nichts weiter und dann wochenlang. Und auf einmal hat sich die
Benny Tür wieder aufgemacht in der Vorbereitung, in der passiven Vorbereitung.
Benny Und dann konnte ich wieder ein paar Schritte weitergehen. Und es war wirklich
Benny wie so ein Schleusensystem.
Benny Weil ich hatte immer noch diese Zweifel, habe ich ja passiv vorbereitet.
Benny Und es war immer so, Gott hat immer so Schleusensystem mäßig gemacht.
Benny Und irgendwann mal waren wir in einem Punkt und dann haben wir Gott uns durch
Benny diese ganzen Schleusen gebracht.
Benny Und auf einmal war es so, okay, ich glaube, wir sind bereit jetzt zu launchen.
Benny Und dann war das aber, waren wir so okay, ich glaube wir sind bereits zu launchen
Benny und haben uns durch diese ganze Schleuse geführt.
Benny Gefühlt waren es 2000 Schleusen, aber es war nicht so viel aber es war so ein
Benny Prozess und am Ende war es dann so, okay, ich glaube wir sind bereit und dann
Benny habe ich auf einmal eine innere Freiheit gespürt, es zu machen,
Benny und dann haben wir gesagt okay, wir launchen jetzt und dann war das aber dieser
Benny krasse Schritt für uns im Glauben wir launchen diesen Podcast,
Benny auch wenn ich nicht schwarz auf weiß von dir, Gott, habe, Benni, du musst eine Podcast.
Benny Ich wollte, dass Gott mir ein Papier vom Himmel fällt und drauf steht,
Benny Benni, du musst einen Podcast.
Kai Kann ich gut verstehen, ja.
Benny Das wollte ich haben, weil ich wollte nicht was Falsches machen.
Kai Ja, verstehe ich.
Benny Aber das Krasse war,
Benny Ich habe mich deshalb nicht so,
Benny voll Gott hingeben, aber Gott war so geniedigt, dass er uns halt trotzdem in
Benny dieser passiven Vorbereitung, nenne ich das wirklich bewusst,
Benny weil ich halt quasi mich um alles andere gekümmert, was so meine Aufgabe war
Benny in meinem Leben oder ist und halt nebenbei Sachen halt vorbereitet und halt
Benny mit niemandem darüber geredet,
Benny außer halt jetzt den Pastor zum Beispiel oder einem Freund und dann halt so,
Benny Stück für Stück diese Schleusen gemacht, weißt du, das war so unsere Vorbereitung
Benny dafür und vielleicht vielleicht war das aber auch von Anfang an der Plan Gottes,
Benny vielleicht hat Gott auch gesagt mein Herz auch bewahrt, ich weiß es nicht,
Benny aber das war so unser Prozess und ich finde das so,
Benny das ist so der Hintergrund von unserer.
Benny Von unserer Geschichte, von unserem wie wir unseren Podcast gelauncht haben
Benny und deswegen hat das gerade so mich so bewegt, weil du gesagt hast,
Benny hey du hast diesen Dienstagseantrag von Gott gekriegt, diese Zeichen.
Benny Und manchmal ist es so, man kriegt es voll gut und manchmal nicht.
Benny Und ich glaube, man muss ich würde mir wünschen, dass Gott immer so mit uns reden würde wie zu dir.
Benny Aber manchmal tut er das und manchmal will er, dass wir im Glauben gehen.
Benny Ich denke halt manchmal so, ich denke mir dann immer so die Bibelgeschichte,
Benny hey, du hast das mit dem Tau gemacht, mit dem Papier, mit der, was war das?
Benny Ja, ein Papier, Papier gab es damals noch nicht.
Benny Diese Fälle ausgelegt, genau, und.
Benny Dann fließt Tau, genau, du weißt, welche Geschichte ich meine, genau.
Benny Und ich dachte mir so, Gott, ich will das auch haben, ich will auch so ein Übernatürliches
Benny Zeichen haben, mach, dass das oder das passiert.
Benny Und es passiert halt nicht, aber es passiert halt anders.
Benny Und für uns war das halt so dieses, für mich war es halt, auch wenn wir oder
Benny ich das passiv vorbereitet habe,
Benny habe ich Gottes Führung gespürt. Auch wenn es nicht sein Wille gewesen wäre,
Benny sagen wir jetzt mal, einfach hypothetisch gesehen,
Benny habe ich seine Führung durch diese Schleusenart gespürt, weil ich gemerkt habe,
Benny okay, wir haben jetzt das vorbereitet.
Benny Okay, jetzt haben wir das vorbereitet, aber wir merken, die Schleuse ist noch
Benny nicht offen, wir müssen gerade bleiben.
Benny Okay, dann sind wir zum nächsten Step gegangen, dann haben wir das vorbereitet.
Benny Wir haben im Januar angefangen vorzubereiten und wir haben Anfang Oktober gelauncht.
Benny Und es war eine lange Vorbereitung.
Benny Viel Gebet, viele Schleusen, viel Gebet, viele Zweifel, aber auch am Ende haben wir es gemacht.
Benny Und jetzt wissen wir, hey, wüssten wir, das ist ein starkes Wort,
Benny jetzt glauben wir, dass es das Richtige ist.
Benny Und ich glaube, dass dieses zum Weg mit Jesus, da braucht man so dieses.
Benny Ähm diesen Glauben, dass man geht diesen Schritt und man glaubt daran, dass es das Richtige ähm.
Benny Wenn man, glaube ich, wenn man auch diese.
Benny Freiheit spürt, das zu machen. Wir haben eine Freiheit gehabt und Gott hat uns,
Benny diese Location geschenkt. Er hat,
Benny Türen geöffnet in diesen Schleusen. Wenn aber von Anfang an überall nur Roadblocks
Benny gewesen wären und wir wären nicht mal die erste Schleuse aufgegangen,
Benny dann glaube ich, hätte ich wahrscheinlich nicht weiter gemacht.
Benny Aber weil sich eine Schleuse nach der anderen aufgetan hat, weil ich Zuspruch
Benny erhalten habe, glaube ich, hat das alles so dazu geführt.
Benny Und manchmal, das hat der Bernd ja am Sonntag so cool gesagt,
Benny Gott, mein Plan, eine gerade Linie und Gottes Plan ist kreuz und quer für die, die nur zuhören.
Benny Ich zeichne gerade in der Luft willkürliche Pläne.
Benny Und genau, ich glaube, das ist einfach auch dieses zum Thema,
Benny was ist essentiell in dem Leben mit Jesus, ist so dieses, zum einen den Mut,
Benny Schritte im Glauben zu gehen, auch wenn man sich im Dunkeln fühlt, aber auch zu wissen,
Benny Gott ist souverän und gnädig, wenn man seinen eigenen Weg geht.
Benny Wenn man dann doch entscheidet, hey, weißt du, worst case wäre,
Benny wir haben es aus eigener rausgemacht, aber ich weiß, wie viele Leute gesungen wurden.
Benny Also am Ende des Tages dass, weißt du, haben wir nichts verloren,
Benny weil wir was für Jesus gemacht haben und Leute Jesus gehört haben.
Kai Genau, ja.
Benny Und ja, es ist für mich nicht so, dass es eine Zeitverschwendung gewesen wäre,
Benny wenn es, aber wir sind so, wir machen das gerade und wir sind voll und feiern,
Benny wir lieben, was wir tun, weil wir merken, wow, Gott ist voll dabei.
Benny Aber es ist halt dieser Weg mit Gott.
Kai Ja. Ja.
Kai Ja, spannend zu hören, ja. Ja, nee, es ist nicht immer so, auch bei mir nicht,
Kai dass es immer so deutlich wäre, dass den Gottes in diesem Fall,
Kai wo ich dann einfach glasklar wusste, okay, der Zeitpunkt ist noch nicht da.
Kai Also ich kenne das sehr gut. Ich wünsche mir auch häufig genug dieses vom Himmel
Kai runterfallen, Kai, tu dies, Kai, lass jenes, aber so ist es häufig nicht.
Benny Ja, Jesus will keine Marionetten, er will Freunde.
Benny Und ich fand das so cool, ich habe mal einen Ein Prediger gehört,
Benny es ist auch ein Prophet und er hat ein prophetisches Wort gegeben und dann hat
Benny Heilige Geist zu ihm gesagt,
Benny das war ein cooles Wort, was du gegeben hast.
Benny Also nach dem Motto, ich habe das nicht gesagt, aber du hast es gesagt.
Benny Nein, hat er aber gesagt und dann hat Heilige Geist zu ihm gesagt,
Benny aber was wäre ich für ein Freund, wenn wir nur das machen würden, was ich will.
Benny Und das fand ich voll, wow, voll der,
Benny Eye-Opening voll offenbart, weil es zeigt, hey, wow,
Benny dass der Heilige Geist auch ihn dann nicht sozusagen.
Benny Also, nee, es war schon ein ich bin mir sicher, es war ein Wort, das,
Benny im Rahmen war, jetzt nicht, du wirst morgen eine Million Euro bekommen,
Benny weißt du so, aber schon ein Wort, das im Rahmen ist, dann bestätigt der Heilige
Benny Geist ist, aber vielleicht auch, wer weiß, vielleicht auch nicht,
Benny ich will es nicht kleinreden, aber ich finde einfach, es ist besonders,
Benny man kann die Geschichte anzweifeln, wenn man will, aber man kann davon diese Geschichte nehmen.
Benny Wow, ich glaube schon, dass es passiert ist und ich glaube einfach,
Benny was ich auch für mich mitnehme, ist, der Geist ist auch ein Freund und er geht
Benny mit uns, auch wenn wir mal was falsch abdriften, ist er trotzdem da und.
Benny Fängt einen auf, wenn man Mist macht. Oder vielleicht ein Weg geht,
Benny der nicht unbedingt optimal ist.
Benny Ja, jetzt habe ich vergessen, wie ich da hingekommen bin. Aber du verstehst, was ich meine?
Kai Ich glaube schon.
Benny Ja, genau.
Kai Ne, in einigem kann ich mich selber auch wiederfinden, ja. Also kommt mir bekannt vor.
Benny Ja. Nice. Was, äh, zum Abschluss wie geht's weiter bei dir?
Benny Was sind deine nächsten, so, wie geht's weiter für I, Schlepp,
Benny Schleppko, das W spricht man nicht aus.
Kai Oder? Das spricht man nicht aus, ne.
Benny Genau. Was ist dein, wie geht es weiter für euch?
Kai Du meinst für uns als Family?
Benny Family, Arbeit, falls du irgendwas erzählen willst.
Kai Ja, so ein bisschen kann ich gerne erzählen.
Kai Arbeitsmäßig ist es eine Zeit der Veränderung aktuell.
Kai Mein aktueller Chef, der wird im Herbst 27 in Rente gehen.
Benny Ich dachte, du meintest, er wird 27.
Kai Nein, nein, nein, das wäre erstaunlich. Nein, nein, nein, nein,
Kai der wird dann in Rente gehen.
Kai Und klar, das ist noch ein bisschen hin, aber der Wechsel von ihm hin zu dem
Kai Nachfolger, der ist schon in vollem Gange. Der Nachfolger, der ist auch schon da.
Kai Also die arbeiten parallel aktuell und das wird auch für mich Veränderungen
Kai bringen. Wie die genau aussieht, das weiß ich noch nicht so genau.
Kai Es waren jetzt immer wieder mal ganz interessante Optionen, die so aufpoppten
Kai in den letzten Monaten, was das für mich bedeuten könnte. und manches davon
Kai klang sehr spannend und auch attraktiv, sage ich mal.
Kai Aber es ist zu prüfen, weil alles, was für mich, so sehe ich das zumindest aktuell,
Kai Mit beruflich spürbar mehr Verantwortung einhergehen würde, würde automatisch
Kai heißen, dass ich an anderer Stelle kurz ertreten muss, weil meine Kapazitäten sind.
Kai Da ist nicht mehr viel Spielraum. Also sehe ich es aktuell. Ich weiß,
Kai mit Gott, dem Glaubenden ist alles möglich und Gott kann die Kapazität natürlich
Kai erweitern, das weiß ich.
Kai Aber wenn ich so auf den Ist-Zustand gucke, dann würde das, würde ein berufliches
Kai Mehr an Verantwortung, würde definitiv, also bin ich mir sicher,
Kai würde bedeuten zum Beispiel, gemeindlich weniger zu machen.
Kai Es würde nicht anders gehen, was ich nicht machen möchte. Ja.
Kai Deswegen ist es eine spannende Phase.
Kai Aber es ist für mich auch immer wieder so, dass ich sage, okay,
Kai Papa, lass deinen Willen einfach geschehen.
Kai Lass einfach ganz deutlich werden, was richtig ist hier, weil es können mir
Kai irgendwelche Optionen unterbreitet werden vielleicht, die super attraktiv erscheinen,
Kai wo man vielleicht irgendwie denkt, ah, das kann ich jetzt vielleicht doch noch
Kai machen, das hatte ich ja eigentlich schon ad acta gelegt, ja,
Kai und jetzt gibt mir Gott vielleicht doch noch eine Möglichkeit,
Kai aber in Wirklichkeit ist es vielleicht gar nicht eine Gottesmöglichkeit,
Kai ja, sondern eher eine Ablenkung, also genau.
Kai Also beruflich ganz interessant und ja, für uns als Familie,
Kai wir haben jetzt eine Tochter, die zur Schule geht, das ist irgendwie ganz spannend
Kai und genau, und haben da, ja, Ja, viel Freude an unseren Kindern.
Kai Gemeindlich bin ich auch gespannt. Ich glaube, dass Gott, mein persönliches
Kai Empfinden, aber ich will das jetzt nicht zu hoch hängen, sage ich mal,
Kai aber ich glaube, Gott hat viel vorbereitet.
Kai Mir ist immer wieder das Wort unseres Pastors im Ohr, was er im Februar gebracht hat.
Kai Und es war, ich meine, es war ein Sonntagsgottesdienst, Ende Februar,
Kai wo er gesagt hat, dass er ganz stark den Eindruck hat, dass viel Neues kommt,
Kai dass Gott viel Neues vorbereitet hat.
Kai Und das spricht mich sehr an persönlich, weil ich glaube auch,
Kai dass Gott viel Neues vorbereitet hat.
Kai Klar, jetzt sind zehn Monate vergangen und man kann sich natürlich persönlich
Kai fragen, einerseits, aber auch mit Blick auf die Gemeinde fragen,
Kai was hat sich verändert oder was bricht vielleicht gerade auf.
Kai Ich persönlich glaube schon auch, dass es auch davon abhängt,
Kai wie sehr ich als Nachfolger von Jesus auch ergreife, was sich Neues auftut,
Kai wie sehr sage ich dazu ja, wie sehr klinke ich mich da ein.
Kai Und davon hängt letztlich auch ab, was daraus wird. Gott ist ja an einem Miteinander
Kai interessiert. Er zeigt uns Dinge, die er tun will, aber er zwingt uns nicht.
Kai Wenn wir Nein sagen, dann werden gewisse Dinge auch nicht passieren.
Kai Und das finde ich eine ganz spannende Sache eigentlich. Einerseits habe ich
Kai so total auch eine Vorfreude und eine Sehnsucht nach Neuem.
Kai Ich will einfach mehr von Gottes manifester Gegenwart sehen.
Kai Also das ist eine ganz große Leidenschaft, die ich habe. Ich will mehr sehen.
Kai Ich will unser Miteinander als Christen mehr sehen. Das heißt gar nicht,
Kai dass ich unzufrieden bin. Ich bin super dankbar für unsere Gemeinde.
Kai Du hast das Frühgebet erwähnt. Es ist ein absolutes Privileg,
Kai diese Möglichkeit zu haben, jeden Tag in die Gemeinde gehen zu können,
Kai wenn man das möchte. Aber Gott hat immer mehr.
Kai Und ich erwarte, dass die Zahl derjenigen, die auch zum Glauben kommen werden,
Kai die bei uns neu in die Gemeinde reinkommen werden, dass sich das erweitern wird,
Kai dass das mehr werden wird.
Kai Ich glaube, das sind alles Dinge, die Gott vorbereitet hat. Und ich freue mich
Kai einerseits darauf und wünsche mir das sehr.
Kai Das ist die eine Seite und die andere Seite ist aber auch so,
Kai okay, was heißt das an Bequemlichkeit aufgeben, was heißt das an persönlicher
Kai Veränderung für mich, was heißt das an eventuell auch mehr Herausforderung auch
Kai für mich und mehr Hingabe vielleicht auch.
Kai Und das ja, vielleicht mal das sind so die Dinge, die mir jetzt so
Kai Spontan einfallen und ja, auch so natürlich auch, wo es für uns als Ehepaar
Kai auch als Familie hingeht
Kai was Gott da so vorbereitet hat, wo er so Schwerpunkte setzen will das ist auch
Kai immer konstant ein Thema genau
Kai das sind so die Dinge, die ich im Blick habe
Benny Da heißt es im Gebet dranbleiben, Jesus dranbleiben und schauen, wo die Wolke hinzieht.
Kai Ja, richtig, genau.
Benny Vielen Dank für deine Zeit, Kai.
Kai Sehr gerne.
Benny Vielen Dank, dass du da warst, dir die Zeit genommen hast.
Kai Vielen Dank für die Einladung.
Benny Ja, sehr gerne. Ich freue mich, wenn wir es wieder machen.
Kai Ja, gerne.
Benny Und bis zum nächsten Mal.
Shownotes
Wir sprechen offen über Selbstwert, Identität und darüber, warum unser Wert nicht aus Titeln, Leistung oder Anerkennung kommt, sondern aus der Beziehung zu Jesus. Kai gibt ehrliche Einblicke in seinen akademischen Weg, den Umgang mit Druck und Erwartungen sowie die Bedeutung von Demut und innerer Klarheit.
Du hörst, wie wir über Trauer, emotionale Begegnungen mit Jesus und schwierige Lebensphasen sprechen – und darüber, wie Glaube gerade dann trägt, wenn Antworten fehlen. Auch Themen wie Familie, Erziehung und Verantwortung spielen eine wichtige Rolle.
🎧 Diese Folge ist für alle, die ihren Glauben bewusst im Alltag leben wollen – reflektiert, ehrlich und tief verwurzelt.
🙏 Danke fürs Zuhören! Ich wünsche dir, dass dich dieses Gespräch stärkt und ermutigt.
👉 Thema: Glaube und Wissenschaft, Identität, Selbstwert, Verantwortung, Familie
👉 Format: Tiefes Gespräch über Lebensweg, Glaubensreise und persönliches Wachstum
KAPITELMARKEN
00:00:00 Intro & Vorstellung
00:48:48 Forschung und Verantwortung
01:00:12 Selbstwert und Glaube
01:16:35 Kinder und Glauben
01:18:14 Schönheitsideale und Herausforderungen
01:19:56 Navigieren in der Gesellschaft
01:21:47 Christliche Schulbildung
01:22:50 Glaubensreise und persönliche Begegnungen
01:25:56 Emotionale Erfahrungen mit Jesus
01:30:12 Trauer und persönliche Offenbarung
01:32:50 Umgang mit schwierigen Phasen
01:42:16 Vergebungsbereitschaft im Glauben
01:55:29 Essenzielle Elemente des Glaubens
01:57:29 Berufliche Veränderungen und Verantwortung
02:27:58 Ausblick auf die Zukunft
Häufige Fragen
Woraus kommt mein Selbstwert als Christ?+
Kann man gläubig sein und gleichzeitig in der Wissenschaft arbeiten?+
Wie trägt Glaube, wenn man keine Antworten hat?+
Kann sich der Glaube verändern, wenn man christlich aufgewachsen ist?+
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7 Tage – Glaube neu beleben
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